Rasanter Berlin Noir Roman

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Mit „Die Toten von morgen“ legt Kim Koplin den zweiten Band rund um die angehende Kriminalkommissarin Nihal Khigarian vor. Und auch die beiden anderen Protagonisten aus dem ersten Band, Saad Al-Jaber und seine fünfjährige Tochter, sind wieder mit an Bord. Alles beginnt mit einer Männerleiche im Österreichpark in Berlin-Charlottenburg. Und schnell wird klar, dass es um Banden, um Drogen, um Auseinandersetzungen auf offener Straße geht. Und mit Clement aus Marseille kommt ein neuer Akteur ins Spiel, der die Berliner Szene aufmischen will. Mit einer zweiten Leiche nimmt die Geschichte (noch mehr) Fahrt auf. Und schnell wird klar: Saad steckt mitten im Geschehen. Am Ende kommt es zu einem großen Showdown (über den hier aber nicht mehr verraten werden soll).

Was die Bücher von Kim Koplin neben der rasanten Krimihandlung, die aus den verschiedenen Perspektiven der beteiligten Personen erzählt wird, auszeichnet, sind die Personenkonstellationen. Gemeint sind damit das komplexe Verhältnis zwischen Nihal und Saad, die besondere Beziehung Nihals zu Leila und die komplexen Verhältnisse innerhalb des Kommissariats. Nihals Vater liegt darüber hinaus zu Beginn des Buches im Sterben, ihr Bruder sitzt eine Gefängnisstrafe ab – die inneren Dämonen der Protagonistin sind stets greifbar.

„Die Toten von morgen“ ist ein „Berlin Noir“ im besten Sinne: der Blick in die Unterwelt, mit knappen Strichen werden Örtlichkeiten und Personenbeziehungen skizziert, jeder Satz sitzt. Mit viel Wortwitz und prägnanten Dialogen wird die Handlung vorangetrieben – bis man am Ende feststellt, dass man das Buch in einem Rutsch durchgelesen hat.

Und wie es auf der letzten Seite des Buches ausschaut, dürfen sich alle Koplin-Fans auf einen dritten Band aus dieser Reihe freuen. Und irgendwann wird hoffentlich das Geheimnis gelüftet, wer sich hinter dem Pseudonym Kim Koplin verbirgt.