Rau und düster

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hundeliebhaberin Avatar

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Die Kommissarin Nihal Khigarian ist von Hamburg aus zurück in Berlin und muss sofort die Ermittlungen in einem Mordfall übernehmen: Ein Mann wird mit Kopfschuss, ohne Papiere, im Österreichpark in Charlottenburg gefunden. Recht schnell wird klar, dass es dabei um Verbindungen in den Untergrund Berlins geht und Drogenbosse involviert sind. Nihal hat nicht nur beruflich einiges zu tun, sondern auch privat viel um die Ohren: Ihr Vater liegt im Sterben, das Verhätnis zur Mutter ist belastet und ihr Bruder ist ihretwegen im Gefängnis. Und dann taucht auch noch Saad mit seiner Tochter Leila wieder in Nihals Leben auf.

Kim Koplin schreibt schnell, beinahe abgehackt, und hat dabei einen kühlen, distanzierten Tonfall. Zum Plot und zum Ort des Geschehns passt das ganz gut, sorgt auch für Spannung und durch die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel für einen guten Lesefluss. Allerdings blieb so auch mein Verhältnis zu Nihal und Saad sehr distanziert.
Die überraschenden Wendungen hielten sich in Grenzen, doch der Plot und die Entwicklungen waren gut konstruiert und der Spannungsbogen vorhanden.
Vielleicht wäre ich mehr in der Handlung gefangen gewesen, hätte ich den ersten Band gelesen und wüsste mehr über Nihal und Saad.

Ein solider Thriller, der allerdings mehr Thrill hätte haben können.