Sehr raue Sprache, aber temporeich und spannend

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nirvia Avatar

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Der Krimi hat eine ziemlich düstere Stimmung, und Berlin wirkt hier wie ein eigener, grauer Charakter. Im Österreichpark liegt ein junger Mann mit Kopfschuss, keine Papiere, keine Zeugen – und mittendrin Nihal, die sowieso schon genug mit sich selbst zu tun hat. Familie, Vergangenheit, alte Bekannte, alles hängt ihr im Nacken.

Spannend ist, wie die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird. Die Kapitel sind kurz, das Tempo bleibt hoch, und man rutscht schnell in diese Berliner Unterwelt rein. Die Figuren sind interessant, egal ob Ermittler oder Gangster – manche fast schon überzeichnet, aber auf eine unterhaltsame Art.

Was wirklich heraussticht, ist die Sprache. Sehr rau, sehr direkt, manchmal fast abgehackt. Das passt zwar zur Atmosphäre, war aber erst mal ungewohnt und hat ein bisschen Eingewöhnung gebraucht.

Insgesamt ein solider Großstadtthriller mit viel Schattenwelt, Machtspielchen und einer Hauptfigur, die gleichzeitig stark, verletzlich und ziemlich kompliziert ist.