Überraschend berührend und klug konstruiert
Die Leseprobe von "Die Träume, die wir hatten" habe ich mir eigentlich nur aus random Neugier angeschaut - und bin dann komplett hängengeblieben. Eine wundervolle Komposition aus Lyrik und Prosa, ein starkes Gegenwartsthema, der Krieg in der Ukraine gepaart mit dem Verlust einer Freundschaft, die prägend war und doch irgendwie nicht wichtig genug, dass man alles in sie investiert hat. Jetzt, nach dem Tod der Freundin, lässt sich die Zeit nicht mehr zurückdrehen, ähnlich wie die Zeit in der Ukraine nach dem Angriff durch Russland aus den Fugen ist. "immer geglaubt, dass noch Zeit bleibt" - ein Satz, der uns alle ein Leben lang betrügt.
Wie geht man um mit einer großen Trauer, die kein Gegenüber mehr finden kann? Und was passiert mit der Beziehung zwischen Menschen aus der Ukraine und Russland, wenn ihre Regierungen im Krieg miteinander sind? Welche Trauer wiegt schwerer, die um einen Menschen oder die um ein Land?
Die gleichermaßen poetische wie gradlinige Sprache ist berührend, die Bilder sind klug konstruiert. Hier würde ich sehr gern weiterlesen und rezensieren.
Wie geht man um mit einer großen Trauer, die kein Gegenüber mehr finden kann? Und was passiert mit der Beziehung zwischen Menschen aus der Ukraine und Russland, wenn ihre Regierungen im Krieg miteinander sind? Welche Trauer wiegt schwerer, die um einen Menschen oder die um ein Land?
Die gleichermaßen poetische wie gradlinige Sprache ist berührend, die Bilder sind klug konstruiert. Hier würde ich sehr gern weiterlesen und rezensieren.