Biographie und Historie

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merkurina Avatar

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Christiane Hoffmann hat schon in ihrem Buch „Alles, was wir nicht erinnern“ die Erfahrungen der eigenen Person in die Waagschale geworfen, um in den Dialog mit Geschichte zu treten. Dort erwanderte sie den Fluchtweg des Vaters nach dem Krieg.

Nun also geht es um ihre eigene Jugend und dabei um die frühen Jahre der Öffnung der Sowjet-Union, um die jüngste Vorgeschichte des Angriffs auf die Ukraine. Als Studentin, Slawistin und Journalistin erlebte sie die Zeit als eine des Aufbruchs und der Hoffnungen. Sie berichtet aus naher eigener Anschauung über eine Zeit, die schon fast vergessen ist und von Lebenswelten, die im Westen wenig bekannt wurden.

Dass die Autorin die Verluste historischer Hoffnungen in den Dialog mit dem Suizid einer engen Freundin bringt, ist eine etwas voluntaristische Entscheidung. Für sie sind es Verluste, bei denen sich jeweils auch die Frage nach Versäumnissen stellt.
Ein Buch über Unwiederbringliches.

Wer sich die Geschichte zwischen Moskau und Kiew vergegenwärtigen will, findet hier eine kenntnisreiche Darstellung, die sehr persönliche Aspekte einwebt.