Ich habe viel über die russische Geschichte gelernt

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nähpummelchen Avatar

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Eine Frau hat ihre liebe Freundin verloren. Sie hat sich das Leben genommen.
In dem Buch erzählt sie von ihrem gemeinsamen Leben. Auch Briefe zwischen den beiden Frauen werden dabei ausgetauscht.
Für mich war das Buch eine spannende und gelungene Mischung aus der Suche nach dem Warum, und den Erzählungen über ein fremdes Land - die Sowjetunion, die immer mehr zerfällt.
Mitunter gerieten für mich die Erzählungen über die Freundin in den Hintergrund. Die Frau macht sich Sorgen, ob sie Zeichen hätte erkennen, anders deuten, mehr Freundin und da sein müssen. Das erzählt sie sehr einfühlsam, ohne jedoch in Schuldgefühlen zu ertrinken.
Und gleichzeitig werden geschichtliche Ereignisse beschrieben, die so völlig losgelöst von ihrer traurigen Situation sind. Sie erzählt von Politikern und Entscheidungen, die am Ende dahin geführt haben, dass die Sowjetunion zerfällt, ein Staat nach dem anderen seine Unabhängigkeit erklärt und führt den Bogen zurück bis in die Gegenwart, als Russland die Ukraine angegriffen hat.
Es ist ein unwahrscheinlich vielschichtiges Buch voller tiefer Gefühle, Aufarbeitung und historische Zusammenhänge. Ich habe viel über die sowjetische Geschichte gelernt und bin diesem Buch dafür sehr dankbar.