Russland und Depressionen

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martina1977 Avatar

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"Die Träume, die wir hatten" wollte ich sehr gerne lesen. Die Autorin, Christiane Hoffmann, verbindet hier zwei Themen, die mich interessieren bzw. berühren. Zum einen geht es um die neuere Geschichte Russlands bis hin zum aktuellen Krieg gegen die Ukraine. Christiane Hoffmann war lange Jahre eine deutsche Korrespondentin in Russland und hat in ihrer Studienzeit sowie im Berufsleben viel Zeit dort verbracht. Für mich ist es sehr interessant, über die Zusammenhänge dort zu lesen und einiges zu lernen.
Das zweite Thema in dem Buch ist die Depression und der daraus resultierende Selbstmord ihrer Freundin. Ich finde dieses Thema sehr wichtig und auch wichtig, darüber zu sprechen/schreiben und es nicht zu verschweigen.

Da das Buch autobiographische Inhalte enthält, nennt sie diese Freundin nicht beim Namen. Dadurch liest es sich für mich etwas seltsam. Ebenso schwierig ist es, daß Christiane Hoffmann zeitlich immer wieder springt. Mal erzählt sie aus der Studienzeit, mal von heute, dann von Reisen mit ihren Kindern und dann von Zeit mit der Freundin. Im Endeffekt ergibt es einen Zusammenhang, aber für mich, die nicht wirklich dabei war, ist es oft erst einmal durcheinander. Es ist kein Erzählstil, der mich mitreißt, aber ich habe sehr viel über Russland und die Politik in Europa gelernt. Allen Menschen, die darüber etwas lesen möchten, um z.b. besser nachvollziehen zu können, wie sich der Ostblock verändert hat und warum Krieg in der Ukraine ist, kann das Buch Einblicke geben.