Sehr berĂŒhrend

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kapitelreisende Avatar

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📖 Es wird die Geschichte einer Freundschaft erzĂ€hlt, die mit der historischen und politischen Entwicklung von Russland und der Ukraine unumgĂ€nglich verbunden ist.
Als junge Frauen sind die ErzÀhlerin und ihre Freundinnen nach Russland gegangenen, um dort zu studieren, in einer Zeit, als West und Ost sich fremd waren, aber nicht so weit auseinander lagen, wie heute.

✹ „Die TrĂ€ume, die wir hatten“ ist ein tiefberĂŒhrendes Buch, welches nicht immer leicht zu lesen war und dessen Botschaft nicht immer offensichtlich ist. Dennoch zieht es einen in seinen Bahn und lĂ€sst einen fragend und zweifelnd zurĂŒck.

Aus der Ich-Perspektive erzÀhlt die Autorin @ von ihrem Leben, beginnend bei ihrem Studium in Russland Ende der 80er Jahre, als es nicht selbstverstÀndlich war, nach Russland zu reisen. Sie berichtet von einer Zeit, die nicht einfach war, aber dennoch eine ganz eigene Schönheit hatte und aus der sie sehr viel mitgenommen hat. Noch heute haben einige der in Russland und in der Ukraine geschlossenen Freundschaften Bestand.

Ihre eigene Geschichte wird sehr stark durch die politischen UmstĂ€nde und Entwicklungen geprĂ€gt. Neben den eigenen Erlebnisberichten, arbeitet sie die Historie von der Sowjetunion auf und stellt die Beziehungen zum Westen dar. Dabei wird deutlich, mit wie vielen falschen Versprechungen gehandelt wurde, wie viele Erwartungen in Sande verlaufen sind, wie viele Menschen ge/enttĂ€uscht wurden und wie auch LĂ€nder sich selbst ĂŒberlassen wurden, weil man keine klare Entscheidung treffen wollte.

Parallel dazu erzĂ€hlt sich die Geschichte einer guten Freundin, die ebenso viele Höhen und Tiefen durchlaufen muss. Seitens der Tragik scheinen ihre Geschichte und die der ehemaligen Sowjetunion, insbesondere der Ukraine, sehr eng miteinander verbunden zu sein. Am Tag als Russland in die Ukraine einfĂ€llt, nimmt sie sich das Leben
.

Sprachlich sehr gut geschrieben, allerdings war es gerade bei den geschichtlichen HintergrĂŒnden nicht immer leicht den Überblick zu behalten. Sie Leser*innen, die sich gut mit der osteuropĂ€ischen Geschichte auskennen, dĂŒrfte das Buch wesentlich leichter zu lesen sein.