Ein Buch, das lange nachhallt

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blubb2303 Avatar

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Es gibt Bücher, die man liest, zuklappt und wieder vergisst. Die unverschämte Frau von Miriam Stein gehört für mich definitiv nicht dazu. Es hat mich auf eine ganz besondere Art beschäftigt, weil es nicht laut oder belehrend ist, sondern viele Gedanken anstößt, die einen auch nach dem Lesen noch begleiten.
Miriam Stein nimmt die Leser mit auf eine Reise durch Geschichte, Gesellschaft und den ganz normalen Alltag von Frauen. Ausgangspunkt ist das Wort „unverschämt“ – ein Begriff, der über Generationen hinweg oft genau dann benutzt wurde, wenn Frauen selbstbewusst waren, ihre Meinung gesagt oder ihren eigenen Weg gegangen sind. Genau das beleuchtet die Autorin auf eine unglaublich spannende und gleichzeitig persönliche Weise.

Was ich außerdem sehr mochte, war der Schreibstil. Er ist klug, humorvoll und manchmal auch herrlich ironisch. Miriam Stein schafft es, ernste Themen mit einer Leichtigkeit zu erzählen, die das Lesen angenehm macht. Gleichzeitig gibt es immer wieder Sätze, die einen richtig treffen und zum Nachdenken bringen.
Für mich ist Die unverschämte Frau kein klassischer Ratgeber und auch kein reines feministisches Sachbuch. Es ist vielmehr ein Buch über Selbstbewusstsein, gesellschaftliche Erwartungen und darüber, wie wichtig es ist, den eigenen Platz einzunehmen – auch wenn das manchmal als „unverschämt“ gilt.