Interessantes Thema, nicht überzeugend umgesetzt
Die Idee und die Gedanken, die hinter "Die unverschämte Frau" stecken, finde ich sehr interessant und auch gesellschaftsrelevant. Scham ist ein Thema, über das man stundenlang sinieren könnt. Worüber wir Menschen, insbesondere wir Frauen, uns nicht alles schämen...zu dick, zu dünn, zu arm, zu reich, zu unsportlich, zu dumm...Ist es das Ergebnis aus der Diskrepanz zwischen dem, was und wie wir sind, und wie wir von außen bewertet werden und dies dann verinnerlichen? Miriam Stein berichtet dann sehr ausführlich von ihren eigenen Erfahrungen als junges Mädchen, und schweift dabei für mein Empfinden viel zu weit aus. Nach einiger Zeit war ich dann wirklich schon leicht entnervt und hoffte dann auf doch etwas mehr Substanz. Abgesehen von dem Begriff "hausfräulich", den sich verwendet. Ich habe extra noch einmal nachgeschaut, ob es den denn gibt...Insgesamt hat mich die Leseprobe nicht wirklich erreicht, meine anfängliche Begeisterung war schnell verflogen. Das Sinn des Covers erschließt sich unmittelbar nach dem Lesen, ich persönlich hätte es für dieses Buch allerdings nicht ausgesucht, da es mir zu wenig aussagekräftig ist. Schade, denn grundsätzlich ist das ein sehr starkes Thema, das Aufmerksamkeit verdient. Vielleicht war ja die Leseprobe auch zu kurz, um wirklich aussagekräftig zu sein.