Wie viel von mir selbst bestimme eigentlich wirklich ich?
Schon die ersten Seiten haben bei mir einiges ausgelöst. Besonders die Geschichte von der Chorfahrt zeigt sehr deutlich, wie etwas, das für andere vielleicht nur ein dummer Spruch ist, einen Menschen noch Jahre später beeinflussen kann. Wahrscheinlich kennt fast jeder solche Situationen, an die man sich selbst noch genau erinnert, obwohl alle anderen Beteiligten sie längst vergessen haben.
Interessant finde ich vor allem den Gedanken, wie früh Mädchen lernen, dass sie bestimmten Erwartungen entsprechen sollen. Nicht zu laut, nicht zu gierig, nicht zu dick, nicht zu auffällig – aber natürlich trotzdem selbstbewusst, attraktiv und erfolgreich. Eigentlich kann man es kaum richtig machen.
Miriam Steins persönliche Art zu schreiben gefällt mir dabei sehr. Sie erzählt offen von ihren eigenen Unsicherheiten und macht sich durchaus auch über sich selbst lustig. Dadurch hatte ich nie das Gefühl, belehrt zu werden. Im Gegenteil: Bei einigen Situationen musste ich schmunzeln und gleichzeitig darüber nachdenken, ob ich bestimmte Dinge nicht selbst kenne.
Besonders spannend fand ich ihre Erkenntnis, dass selbst die Rebellion gegen Erwartungen wieder zu einer Rolle werden kann. Sie wollte auf keinen Fall das brave und angepasste „Veilchen“ sein und wurde deshalb bewusst aufsässig und unangepasst. Später passte sie sich wiederum Menschen an, denen sie gefallen wollte. Die Frage, was davon eigentlich wirklich zu einem selbst gehört und was man nur tut, um akzeptiert zu werden, finde ich sehr interessant.
Auch die „Scham-Inventur“ macht mich neugierig. Körperscham, Essensscham, Geldscham oder Herkunftsscham sind Themen, bei denen vermutlich fast jeder an irgendeiner Stelle etwas von sich selbst wiederfindet.
Nach der Leseprobe möchte ich deshalb tatsächlich weiterlesen. Nicht, weil ich am Ende völlig „unverschämt“ werden möchte, sondern weil ich gern herausfinden würde, welche Scham sinnvoll ist – und welche uns einfach nur davon abhält, so zu leben, wie wir eigentlich möchten.
Interessant finde ich vor allem den Gedanken, wie früh Mädchen lernen, dass sie bestimmten Erwartungen entsprechen sollen. Nicht zu laut, nicht zu gierig, nicht zu dick, nicht zu auffällig – aber natürlich trotzdem selbstbewusst, attraktiv und erfolgreich. Eigentlich kann man es kaum richtig machen.
Miriam Steins persönliche Art zu schreiben gefällt mir dabei sehr. Sie erzählt offen von ihren eigenen Unsicherheiten und macht sich durchaus auch über sich selbst lustig. Dadurch hatte ich nie das Gefühl, belehrt zu werden. Im Gegenteil: Bei einigen Situationen musste ich schmunzeln und gleichzeitig darüber nachdenken, ob ich bestimmte Dinge nicht selbst kenne.
Besonders spannend fand ich ihre Erkenntnis, dass selbst die Rebellion gegen Erwartungen wieder zu einer Rolle werden kann. Sie wollte auf keinen Fall das brave und angepasste „Veilchen“ sein und wurde deshalb bewusst aufsässig und unangepasst. Später passte sie sich wiederum Menschen an, denen sie gefallen wollte. Die Frage, was davon eigentlich wirklich zu einem selbst gehört und was man nur tut, um akzeptiert zu werden, finde ich sehr interessant.
Auch die „Scham-Inventur“ macht mich neugierig. Körperscham, Essensscham, Geldscham oder Herkunftsscham sind Themen, bei denen vermutlich fast jeder an irgendeiner Stelle etwas von sich selbst wiederfindet.
Nach der Leseprobe möchte ich deshalb tatsächlich weiterlesen. Nicht, weil ich am Ende völlig „unverschämt“ werden möchte, sondern weil ich gern herausfinden würde, welche Scham sinnvoll ist – und welche uns einfach nur davon abhält, so zu leben, wie wir eigentlich möchten.