Ehrlich und persönlich, aber anders als erwartet
Miriam Stein hat eine besondere Lebensgeschichte. Als Baby aus Südkorea adoptiert, wuchs sie in einem wohlhabenden Elternhaus auf. Scham begegnet ihr schon über ihre Adoptivmutter und als junges Mädchen erlebt sie auch bald eigene Schammomente. Obwohl sich ihre Vita extrem erfolgreich liest – sie arbeitete u.a. als Journalistin bei bekannten Magazinen, hat gemodelt und mehrere Bücher veröffentlicht –, begleitet sie Aidos, die griechische Personifikation der Scham, wie ein roter Faden durchs Leben.
Wer hier eine praktische Anleitung sucht, wird überrascht sein: "Die unverschämte Frau" ist kein klassischer Ratgeber mit Tipps zur Schambewältigung. Das Buch lebt eher von Frau Steins persönlicher Geschichte und ihren Erfahrungen mit Scham in verschiedenen Dimensionen. Man kann einiges für sich selbst mitnehmen – besonders das Kapitel mit der Reflexion durch ihre alte Freundin Rebecca löst für mich einiges auf.
Die Beispiele, die sie neben ihren persönlichen Erlebnissen einbringt, sind hochaktuell. Da geht es etwa um die Konsequenzen für die involvierte Frau bei der Kiss-Cam-Aktion beim Coldplay-Konzert oder misogyne Aussagen aus Trumps Kabinett. Allerdings haben diese oft eine kurze Halbwertszeit. In einigen Jahren wird man sie kaum noch nachvollziehen können, was dem Buch eventuell etwas die Zeitlosigkeit nimmt.
Für mich war das Buch insgesamt interessant geschrieben, entsprach aber nicht ganz meinen Erwartungen. Ich vergebe gute 3,5 von 5 Sternen.
Wer hier eine praktische Anleitung sucht, wird überrascht sein: "Die unverschämte Frau" ist kein klassischer Ratgeber mit Tipps zur Schambewältigung. Das Buch lebt eher von Frau Steins persönlicher Geschichte und ihren Erfahrungen mit Scham in verschiedenen Dimensionen. Man kann einiges für sich selbst mitnehmen – besonders das Kapitel mit der Reflexion durch ihre alte Freundin Rebecca löst für mich einiges auf.
Die Beispiele, die sie neben ihren persönlichen Erlebnissen einbringt, sind hochaktuell. Da geht es etwa um die Konsequenzen für die involvierte Frau bei der Kiss-Cam-Aktion beim Coldplay-Konzert oder misogyne Aussagen aus Trumps Kabinett. Allerdings haben diese oft eine kurze Halbwertszeit. In einigen Jahren wird man sie kaum noch nachvollziehen können, was dem Buch eventuell etwas die Zeitlosigkeit nimmt.
Für mich war das Buch insgesamt interessant geschrieben, entsprach aber nicht ganz meinen Erwartungen. Ich vergebe gute 3,5 von 5 Sternen.