Ein mutiges Plädoyer

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kaberke Avatar

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Miriam Stein widmet sich in „Die unverschämte Frau“ einem wichtigen Thema: der Beschämung, der Frauen seit Jahrhunderten ausgesetzt sind. Ausgehend von ihrer eigenen Schamgeschichte, untermauert mit wissenschaftlichen Belegen und philosophischen Gedanken, zeigt sie, in welchen Bereichen Frauen bis heute Scham erleben: beim Körper, beim Geld und vielem mehr. Über allem steht die Frage: Wie viel Scham ist sinnvoll, und wann?

Ich finde Steins autobiografisches Plädoyer mutig und pointiert. Es liest sich zügig und unkompliziert. An manchen Stellen hätte ich mir allerdings mehr theoretische Tiefe und konkretere Anhaltspunkte für Veränderung gewünscht. Insgesamt ist es ein sehr persönliches, mutiges und kurzweiliges Buch über ein Thema, über das man einerseits nie genug sprechen kann und das es andererseits so schwer macht, darüber zu sprechen.