Öffnet die Augen

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Mich hat der Titel sofort angesprochen, dieses Wortspiel, das so gut zum Thema passt. Die Autorin berichtet von ihrer eigenen Scham, von vermeintlich peinlichen Momenten, die hängengeblieben sind in ihrer Erinnerung und die tatsächlichen Einfluss auf ihr weiteres Leben genommen haben. Sehr oft erkannte ich mich selbst in ihrer Beschreibung, als Kind, Teenager, unsicher als junge Frau, stets unter den Augen anderer, die bewerten und damit Richtungen vorgeben. Ich halte dieses Buch für sehr relevant und werde es nicht nur Frauen weiterempfehlen, denn es öffnet die Augen. Einerseits steht niemand allein mit den Gefühlen, die übermächtig werden können, andererseits öffnet es Augen, wie wir uns selbst verhalten, zurücknehmen und Dinge unbenannt lassen. Dabei kann allein das Benennen bereits einen Unterschied machen. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Autorin mit Philosophen und Psychologen auseinandersetzen wusste, das hat mir selbst sehr geholfen, gesellschaftlich normierte Verhaltensweisen zu erkennen (ich sage nur Freud). Ein wenig abrupt fand ich den Übergang zwischen dem Abschnitt , der ihre Freundschaft als Jugendliche betrifft und dem Vortrag zur Inkontinenz zum Schluss des Buches, letzteres wirkte dadurch für mich unpassend an der Stelle. Insgesamt sehr lesenswert und lehrreich!