Wenn das Schamgefühl Regie führt...

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leselupe84 Avatar

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Ein Sachbuch über ein unangenehm einschränkendes Gefühl, das im Alltag häufig meine Erlebens-Bühne betritt und von dem ich bislang oftmals nicht wusste, warum es in manchen Akten einfach schon fest im Drehbuch steht. Miriam Stein beschreibt Scham aus ihren eigenen Erfahrungen, stellt historische, gesellschaftliche und medizinische Kontexte her – von verstörenden Design-Realitäten in der Frauenmedizin bis hin zu gesellschaftlichen Doppelstandards.

​Diese Vorgehensweise lieferte mir nicht nur höchst interessante neue Informationen, sondern sorgte auch dafür, dass ich hinterfrage, warum ich in schwierigen Situationen gerade die Scham als wenig nützliche Begleitung zulassen sollte. Es tat gut zu lesen, dass diese Empfindung viele Menschen und vor allem Frauen begleitet. Die ersten drei Kapitel des Buches waren für mich am spannendsten, doch ich lernte aus jedem weiteren Neues.

​Ein Leseempfehlung für alle, die neugierig hinter die Kulissen dieses Gefühls blicken, verstehen wollen, warum es so oft unbemerkt die Fäden zieht und merken möchten, dass dieses alte Drehbuch dringend eine Umschreibung braucht.