Die Suche nach der Wahrheit
Als Lauras Großmutter Änne nach einem Sturz stirbt, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben, findet Laura neben einem Gemälde auch eine Kiste mit Kindheitserinnerungen, darunter einige wenige Fotos. Neugierig geworden, sucht Laura nach Ännes Wurzeln, vielleicht auch, weil sie hofft, das angespannte Verhältnis ihrer Mutter Ellen zu Änne verändern zu können.
Geschickt verwebt Miriam Georg die Geschehnisse auf dem Pappelhof vor, während und unmittelbar nach dem Krieg mit Lauras Suche nach den Wurzeln ihrer Großmutter Änne. Eine unbeschwerte Kindheit, das Leben auf dem Hof mit harter Arbeit, allen Sorgen und Nöten, aber auch große Feiern und vor allem eine erste Liebe stehen beim Lesen vor Augen. Das Kriegsgeschehen findet eher im Hintergrund statt, die beiden Söhne wurden eingezogen, einer ist gefallen, einer bleibt vermisst, Menschen mit Beeinträchtigungen müssen um ihr Leben fürchten, später werden Nahrungsmittel knapp. Nach dem Ende des Krieges ändert sich das dramatisch. Soldaten werden einquartiert (was das für junge Frauen bedeutet, muss nicht ausgeführt werden) und der Hof schließlich enteignet.
Laura hat nur wenige Anhaltspunkte, als sie ihre Suche beginnt. Änne hat, wie viele ihrer Generation, nur wenig über den Krieg und seine Folgen gesprochen. Sie hat sich ein neues Leben aufgebaut, ein Leben, das auf vielen Lügen basiert, die sie zu schützen weiß. Die Beweggründe dafür werden sehr deutlich und zeigen die Ausweglosigkeit, in der sich Änne befand, auf.
Die Landschaftsbeschreibungen von Lauras Reise nach Schlesien sind ebenfalls sehr bildhaft und wecken die Sehnsucht nach einem Besuch auf dem Pappelhof.
Miriam Georg hat sich von ihrer eigenen Familiengeschichte zu diesem wichtigen Roman inspirieren lassen. Er zeigt deutlich, was der Verlust von Heimat bedeutet, nicht nur für diejenigen, die Schlesien verlassen mussten (wie auch meine Vorfahren), sondern auch für z.B. diejenigen, die in Polen umgesiedelt wurden und neu anfangen mussten. Und er zeigt, welche Folgen das auch für die nachkommenden Generationen hat.
Fazit: eine absolute Leseempfehlung
Geschickt verwebt Miriam Georg die Geschehnisse auf dem Pappelhof vor, während und unmittelbar nach dem Krieg mit Lauras Suche nach den Wurzeln ihrer Großmutter Änne. Eine unbeschwerte Kindheit, das Leben auf dem Hof mit harter Arbeit, allen Sorgen und Nöten, aber auch große Feiern und vor allem eine erste Liebe stehen beim Lesen vor Augen. Das Kriegsgeschehen findet eher im Hintergrund statt, die beiden Söhne wurden eingezogen, einer ist gefallen, einer bleibt vermisst, Menschen mit Beeinträchtigungen müssen um ihr Leben fürchten, später werden Nahrungsmittel knapp. Nach dem Ende des Krieges ändert sich das dramatisch. Soldaten werden einquartiert (was das für junge Frauen bedeutet, muss nicht ausgeführt werden) und der Hof schließlich enteignet.
Laura hat nur wenige Anhaltspunkte, als sie ihre Suche beginnt. Änne hat, wie viele ihrer Generation, nur wenig über den Krieg und seine Folgen gesprochen. Sie hat sich ein neues Leben aufgebaut, ein Leben, das auf vielen Lügen basiert, die sie zu schützen weiß. Die Beweggründe dafür werden sehr deutlich und zeigen die Ausweglosigkeit, in der sich Änne befand, auf.
Die Landschaftsbeschreibungen von Lauras Reise nach Schlesien sind ebenfalls sehr bildhaft und wecken die Sehnsucht nach einem Besuch auf dem Pappelhof.
Miriam Georg hat sich von ihrer eigenen Familiengeschichte zu diesem wichtigen Roman inspirieren lassen. Er zeigt deutlich, was der Verlust von Heimat bedeutet, nicht nur für diejenigen, die Schlesien verlassen mussten (wie auch meine Vorfahren), sondern auch für z.B. diejenigen, die in Polen umgesiedelt wurden und neu anfangen mussten. Und er zeigt, welche Folgen das auch für die nachkommenden Generationen hat.
Fazit: eine absolute Leseempfehlung