Unentschlossen...Lektorat sollte sorgfältiger arbeiten
"Die Villa" ist als Horror-Roman deklariert. Im Kopf hatte ich da die aufregendsten Vorstellungen, von blutrünstig über skurill...die Leseprobe war da aber eher sehr unaufgeregt. Doreen ersteigert zum Schnäppchenpreis eine alte Villa in Leipzig. Sie kann sich das überhaupt nicht leisten und ist bereits mit dem Hinterlegen der Sicherheitseinlage "blank". Die Zwangsversteigerung versucht IT-ler Rico Weißbach noch vehement zu verhindern, er behauptet, ein Teil der Villa sei sein Eigentum, dennoch bekommt Doreen den Zuschlag für dasrenovierungsbedürftige Gebäude. Man spürt, dass hier unterschwellig Unheil droht, mehr aber auch nicht. Da hatte ich schon mehr erwartet, aber ok. Es scheinen ja sehr viele Figuren im Roman aufzutauchen, das verrät ein Personenregister, das Autor Markus Heitz dem Buch voranstellt. Sowas finde ich immer gut, da behält man die Übersicht. Was mir allerdings gewünscht hätte, ist ein sorgsameres Lektorat. Seite 18, bin sofort darüber gestolpert, und da war dann meine Begeisterung für dieses Buch auch schon deutlich abgeflaut: "»Wissen Sie, meine Mutter hatte mich verschwie-
gen, als es darum ging, das Erbe im Poetenweg anzutreten."...
gen, als es darum ging, das Erbe im Poetenweg anzutreten."...