vielversprechender Einstieg

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_wunder.frau_ Avatar

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Schon die ersten beiden Kapitel haben mich neugierig gemacht und direkt in die Geschichte gezogen. Die ungewöhnliche Ausgangssituation – eine denkmalgeschützte Villa für gerade einmal 100 Euro ersteigern zu können – sorgt sofort für Spannung und wirft viele Fragen auf.

Besonders gut gefallen hat mir Doreen als Hauptfigur. Sie wirkt bodenständig, sympathisch und nachvollziehbar. Ihre Mischung aus Freude über das unglaubliche Schnäppchen und der wachsenden Erkenntnis, dass sie sich damit womöglich ein riesiges Problem eingehandelt hat, macht sie sehr authentisch. Auch die Nebenfiguren hinterlassen bereits einen bleibenden Eindruck: Der geheimnisvolle Geschäftsmann Thalheim und der unberechenbare Weißbach sorgen schon früh für Konfliktpotenzial und lassen vermuten, dass hinter der Villa weit mehr steckt als nur eine sanierungsbedürftige Immobilie.

Atmosphärisch konnte mich vor allem das zweite Kapitel überzeugen. Die Beschreibungen der alten Villa erzeugen eine dichte, leicht unheimliche Stimmung, ohne dabei übertrieben zu wirken. Das leise Ticken der Standuhr, die knarrenden Dielen und die fast lebendig wirkende Ausstrahlung des Hauses haben bei mir sofort Lust auf mehr gemacht.

Einen kleinen Stern ziehe ich ab, weil manche Beschreibungen und Gedankengänge für meinen Geschmack etwas ausführlicher sind, wodurch das Tempo stellenweise leicht gebremst wird. Insgesamt überwiegt jedoch klar die Neugier auf die Geheimnisse der Villa und die weitere Entwicklung der Geschichte.

Ein vielversprechender Einstieg mit einer gelungenen Mischung aus Spannung, Mystery und einer sympathischen Protagonistin. Ich würde sehr gerne weiterlesen und erfahren, welche Geheimnisse der Poetenweg 13a noch bereithält.