Brutaler Horror in gruseliger Umgebung...

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duenefi Avatar

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"Die Villa" von Markus Heitz ist als Taschenbuch bei Droemer Knaur erschienen und bietet horrormäßige Unterhaltung mit Gänsehaut-Garantie auf 336 Seiten.

Marina Markert bekommt bei einer Zwangsversteigerung den Zuschlag für eine alte Villa in Leipzig-Gohlis zum absoluten Schnäppchenpreis.
Ihre Tochter Doreen und Marina selbst können ihr Glück noch kaum fassen, als sie kurze Zeit später mit Sack und Pack in das alte Gemäuer einziehen. Alles läuft für die beiden plötzlich bestens, beruflich und privat - bis sich herausstellt, dass alles seinen Preis hat und das Haus seine ganz eigenen Forderungen stellt...

War es ein glücklicher Zufall oder eine schicksalhafte Fügung, die Mutter und Tochter in ihr neues Domizil verschlagen hat? Mich hätte ja der erste Vorfall, der sich in der Villa ereignet, schon extrem stutzig gemacht - Doreen nahm es freudig hin. Aber der Spaß währt nur kurz, dan wird es ziemlich finster!

Markus Heitz schreibt wie gewohnt super, ausgessprochen bildhaft und detailliert, die Story liest sich flüssig, die Atmosphäre ist düster und gruselig, die Handlung fesselt enorm.
Auch der zweite Handlungsstrang, der sich um den Musiker Ethan in London dreht, ist enorm spannend und es ereignen sich außerdem einige Todesfälle, was dem Ganzen ordentlich Drive gibt.

Leider fand ich die Protagonisten in diesem als Horror-Roman bezeichneten Thriller nicht überzeugend - Marina und Doreen wirken häufig eher oberflächlich und leichtgläubig-naiv, und auch Ethan war für mich nicht ganz authentisch. Die Nebencharkatere sind in meinen Augen deutlich glaubwürdiger, un der Autor hat es mühelos geschafft, dass die Sym- bzw. Antipathien perfekt den Rollen "zufliegen" - ihr werdet beim Lesen merken, was ich meine!

Dass die Handlung düster, brutal und gnadenlos ist, mag ich. Sehr.
Dass die gewählte Sprache aber so dermaßen unverblümt, krass und oft vulgär ist, passte zwar zu den entsprechenden Szenen, hat mich aber einige Male doch eher gestört bzw. abgestoßen denn fasziniert...

Alles in Allem kann ich "Die Villa" durchaus empfehlen, aber nicht vergessen: Nerven wie Drahtseile sind empfehlenswert...;)