Düsterer Auftakt mit einer spannenden Grundidee

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suzy27 Avatar

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Mit Die Villa hat Markus Heitz einen unterhaltsamen Horrorroman geschrieben, dessen Grundidee mich sofort angesprochen hat: Ein altes Haus erfüllt scheinbar die Wünsche seiner Bewohnerinnen – doch natürlich bleibt dieses Glück nicht ohne Folgen.

Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre rund um die Villa. Von Anfang an spürt man, dass mit dem Gebäude etwas nicht stimmt und dass hinter den positiven Veränderungen im Leben von Doreen und Marina etwas Bedrohliches lauert. Die Villa wirkt dabei beinahe wie eine eigene Figur, die ihre Bewohner beobachtet, beeinflusst und immer stärker an sich bindet. Auch die Frage, ob Doreen und Marina die Villa besitzen oder ob es längst umgekehrt ist, fand ich sehr reizvoll.

Doreen und Marina mochte ich grundsätzlich, auch wenn mir ihre Entscheidungen nicht immer ganz verständlich waren. Vor allem Marina verhält sich als Teenager teilweise anstrengend, gleichzeitig wirkte das aber auch glaubwürdig. Die schwierige Beziehung zwischen Mutter und Tochter bringt zusätzlich Spannung in die Handlung. Ethans Suche nach dem Mörder seiner Mutter eröffnet einen zweiten Handlungsstrang, der zunächst etwas losgelöst erscheint. Ich war deshalb neugierig darauf, wie beide Geschichten miteinander verbunden sind.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und die kurzen Abschnitte sorgen dafür, dass sich das Buch schnell lesen lässt. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht durchgehend gleichermaßen fesseln. Manche Entwicklungen gingen mir etwas zu schnell, während andere Stellen für meinen Geschmack ausführlicher waren als nötig. Außerdem hatte ich mir von der unheimlichen Villa noch etwas mehr subtilen Grusel und psychologischen Horror erhofft. Stattdessen wird es später stellenweise recht blutig und direkt. Das ist zwar spannend, hat bei mir aber nicht dieselbe Gänsehaut ausgelöst wie die ruhigeren, bedrohlichen Momente.

Insgesamt ist Die Villa ein kurzweiliger Horrorroman mit einer faszinierenden Idee und einer schön düsteren Grundstimmung. Ganz ausschöpfen konnte die Geschichte ihr Potenzial für mich nicht, dennoch habe ich sie gerne gelesen und wollte unbedingt erfahren, welches Geheimnis sich hinter der Villa verbirgt. Besonders für Leserinnen und Leser, die übernatürlichen Horror mit deutlicheren und blutigeren Szenen mögen, dürfte das Buch gut funktionieren.