Eher Splattergeschichte als atmosphärischer Horror
Bereits seit Jahrzehnten bewundert die alleinerziehende Doreen Markert eine altehrwürdige Villa in Leipzig, bei einer Zwangsversteigerung verhilft ihr ein glücklicher Zufall zum Erwerb ihres Traumhauses für einen absoluten Schnäppchenpreis. Obwohl Doreens fünfzehnjährige Tochter Marina zunächst wenig begeistert vom Umzug in die renovierungsbedürftige Villa ist, scheint von nun an das Glück mit den beiden Markert-Frauen zu sein, Doreens Traum vom eigenen Kunst-Café rückt in greifbare Nähe, während Marina mit ihrer Musik zunehmenden Erfolg hat.
Unterdessen ereignen sich in London zwei rätselhafte Todesfälle, Ethan ist entschlossen, die Ursache für den gewaltsamen Tod seiner Mutter und deren Freundin zu ergründen, dabei findet er Spuren, die alles, was er bisher zu wissen glaubte, erschüttern.
"Die Villa" von Markus Heitz ist ein Horror-Roman, der in meinen Augen leider nicht halten konnte, was der Klappentext und auch eine fesselnde Leseprobe der ersten Kapitel versprachen. Anstatt der atmosphärischen Gruselgeschichte, auf die ich mich gefreut hatte, verlor sich die Spannung zwischen Renovierungsarbeiten, oberflächlich abgehandelten zwischenmenschlichen Begegnungen und regelmäßig eingestreuten Splatter-Szenen. Dadurch hielt sich bei mir hartnäckig der Eindruck, die Nacherzählung eines B-Movies zu lesen, diese Art von Horrorfilm, die lediglich auf visuelle Schock-Effekte setzt, ohne den Figuren charakterliche Tiefe zu verleihen.
Dabei liegt für mich der Reiz des Lesens speziell darin, die Figuren nicht nur äußerlich zu betrachten, sondern an ihren Gedanken und Gefühlen teilzuhaben, ihnen dadurch emotional näher zu kommen, als es z.B. bei einem Film möglich wäre. Das war hier zu meinem Bedauern gar nicht gegeben, sämtliche Personen, die zur Handlung beitrugen, fand ich flach gezeichnet, sie alle erfüllten das eine oder andere stereotype Klischee. Abgesehen von den Unmengen blutiger Todesfälle hätte ich dieses Buch eher im Jugendgenre gesehen, dazu passt meiner Meinung nach auch der etwas schwammig gelöste Hintergrund der gruseligen Ereignisse. Wer Splatter mag und nicht dazu neigt, all zu viel zu hinterfragen, der könnte mit der Villa ein unterhaltsames Leseerlebnis haben, an meinem Geschmack ist dieser Roman leider kilometerweit vorbei gegangen.
Fazit: Wer sich auf atmosphärischen Horror und Gänsehauteffekte einstellt, wird mit diesem Roman wenig Freude haben, in meinen Augen recht stereotype Figuren und die etwas platte Handlung werden durch viele blutige Tode ergänzt, weshalb ich eine Leseempfehlung lediglich an Freunde von Splatter-Geschichten aussprechen möchte.
Unterdessen ereignen sich in London zwei rätselhafte Todesfälle, Ethan ist entschlossen, die Ursache für den gewaltsamen Tod seiner Mutter und deren Freundin zu ergründen, dabei findet er Spuren, die alles, was er bisher zu wissen glaubte, erschüttern.
"Die Villa" von Markus Heitz ist ein Horror-Roman, der in meinen Augen leider nicht halten konnte, was der Klappentext und auch eine fesselnde Leseprobe der ersten Kapitel versprachen. Anstatt der atmosphärischen Gruselgeschichte, auf die ich mich gefreut hatte, verlor sich die Spannung zwischen Renovierungsarbeiten, oberflächlich abgehandelten zwischenmenschlichen Begegnungen und regelmäßig eingestreuten Splatter-Szenen. Dadurch hielt sich bei mir hartnäckig der Eindruck, die Nacherzählung eines B-Movies zu lesen, diese Art von Horrorfilm, die lediglich auf visuelle Schock-Effekte setzt, ohne den Figuren charakterliche Tiefe zu verleihen.
Dabei liegt für mich der Reiz des Lesens speziell darin, die Figuren nicht nur äußerlich zu betrachten, sondern an ihren Gedanken und Gefühlen teilzuhaben, ihnen dadurch emotional näher zu kommen, als es z.B. bei einem Film möglich wäre. Das war hier zu meinem Bedauern gar nicht gegeben, sämtliche Personen, die zur Handlung beitrugen, fand ich flach gezeichnet, sie alle erfüllten das eine oder andere stereotype Klischee. Abgesehen von den Unmengen blutiger Todesfälle hätte ich dieses Buch eher im Jugendgenre gesehen, dazu passt meiner Meinung nach auch der etwas schwammig gelöste Hintergrund der gruseligen Ereignisse. Wer Splatter mag und nicht dazu neigt, all zu viel zu hinterfragen, der könnte mit der Villa ein unterhaltsames Leseerlebnis haben, an meinem Geschmack ist dieser Roman leider kilometerweit vorbei gegangen.
Fazit: Wer sich auf atmosphärischen Horror und Gänsehauteffekte einstellt, wird mit diesem Roman wenig Freude haben, in meinen Augen recht stereotype Figuren und die etwas platte Handlung werden durch viele blutige Tode ergänzt, weshalb ich eine Leseempfehlung lediglich an Freunde von Splatter-Geschichten aussprechen möchte.