Eine Horrorvilla und viele Tote

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
lesemaus9 Avatar

Von

Mit „Die Villa“ entführt Markus Heitz in einen düsteren, teilweise kuriosen Horrorroman. Er beginnt völlig unspektakulär. Doreen ersteigert eine alte Villa in Leipzig zu einem äußerst günstigen Preis. Schon bald scheint sich ihr Leben, und das ihrer Tochter Marina zum Positiven zu verändern. Doch hinter den Mauern der Villa verbirgt sich ein dunkles Geheimnis. Der scheinbare Glücksgriff hat einen hohen Preis.

Gleichzeitig gibt es in London zwei tote Frauen, die sehr mysteriös ums Leben gekommen sind.

Sehr gelungen finde ich die von Heitz sehr bildhaft beschriebene Villa, so dass man beim Lesen meint, das Knarren der alten Räume und das geheimnisvolle Ticken der Uhr zu hören. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Neben Doreen und Marina spielt Ethan eine wichtige Rolle, er untersucht in London den unheimlichen Tod seiner Mutter und ihrer Freundin.

Spannend war für mich vor allem, wie sich das Geheimnis der Villa Stück für Stück enthüllt. Es werden vom Autor immer mehr Fragen eingebaut, wodurch man wissen möchte, wie es weitergeht. Auch die Mischung aus paranormalem Horror, düsteren Mythen und realen Schauplätzen sorgt für eine interessante Atmosphäre. Allerdings sind einige Szenen sehr brutal und blutig.

Wer blutigen Horror und übernatürliche Geschichten mag, hat bestimmt viel Freude mit dem Buch. Für mich war es etwas viel davon. Gefallen hat es mir trotzdem.