geht so

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bobbember Avatar

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Die Idee hinter „Die Villa“ hat mir grundsätzlich gut gefallen. Eine alte Villa, die für Mutter und Tochter zunächst wie ein Glücksgriff erscheint, sich aber nach und nach als etwas Unheimliches entpuppt, das einen hohen Preis fordert – daraus hätte für mich ein richtig spannender Gothic-Horror-Roman werden können. Auch der Handlungsstrang um Ethan, der in London den Mord an seiner Mutter aufklären möchte und dabei auf eine unheilvolle Verbindung stößt, klang vielversprechend.

Leider konnte mich die Umsetzung insgesamt nicht überzeugen. Besonders der Schreibstil hat mir nicht so gut gefallen und hat es mir schwer gemacht, richtig in die Geschichte hineinzukommen. Auch die Charaktere blieben für mich sehr blass. Gerade bei Doreen und Marina hätte ich mir deutlich mehr Tiefe und eine stärkere Entwicklung gewünscht, statt sie überwiegend an der Oberfläche zu erleben.

Mit Ethans Erzählstrang konnte ich leider noch weniger anfangen. Er hat mich kaum gepackt, sodass ich einige Passagen nur überflogen habe. Gleichzeitig hatte ich während des Lesens immer wieder das Gefühl, dass mir wichtige Erklärungen fehlen. Viele Entwicklungen blieben für mich zu wenig nachvollziehbar, und auch die Verbindung zwischen den beiden Erzählsträngen hat mich letztendlich nicht überzeugt. Gerade die Zusammenführung der unterschiedlichen Handlungsstränge hatte ich mir deutlich stimmiger und schlüssiger vorgestellt.

Schade, denn die Grundidee rund um die Villa und den mysteriösen Pakt fand ich wirklich interessant. Die Vorstellung, dass sich das Leben von Doreen und Marina scheinbar zum Guten wendet, während im Hintergrund etwas Unheimliches seinen Preis fordert, bietet eigentlich viel Potenzial. Für mich wurde dieses Potenzial aber leider nicht ausgeschöpft.

Mein Fazit: eine spannende Ausgangsidee, aber eine Umsetzung, die mich weder sprachlich noch bei den Figuren und der Handlung wirklich überzeugen konnte.