Gelungener Mystery-Grusel mit cleverem Plot-Twist
Ein unschlagbares Schnäppchen bei einer Zwangsversteigerung scheint für Doreen und ihre pubertierende Tochter Marina die Rettung zu sein: Eine prachtvolle Altbauvilla im Leipziger Edelvierteil Gohlis. Kaum eingezogen, dreht sich ihr vom Pech verfolgtes Leben komplett. Doreens Geschäfte florieren plötzlich und Marina wird über Nacht als Musikerin zum gefeierten YouTube-Star. Doch der plötzliche Erfolg hat seinen Preis, denn das Haus scheint düstere Bedingungen an seine neuen Bewohner zu knüpfen. Zeitgleich sucht der Musiker Ethan in London verzweifelt nach dem Mörder seiner Mutter – und stößt dabei auf eine blutige Spur, die direkt nach Leipzig führt.
Das Leitmotiv „Besitzt du sie oder besitzt sie dich?“ zieht ab der ersten Seite. Heitz verbindet das klassische Spukhaus-Motiv extrem geschickt mit unserer modernen Zeit (YouTube-Ruhm, Social Media) und einem knallharten True-Crime-Handlungsstrang in London.
Anders als bei zähen Vorbereitungsbänden baut Markus Heitz von Anfang an eine beklemmende, mysteriöse Atmosphäre auf. Die zwei Handlungsstränge halten das Erzähltempo hoch, und die Faszination für das dunkle Geheimnis der Villa lässt einen kaum los.
Das moralische Schwanken gelingt hier richtig gut. Man sieht Mutter und Tochter beim Aufstieg zu, hinterfragt ihren schnellen Erfolg aber minütlich. Man schwankt ständig zwischen Mitgefühl und dem Unbehagen darüber, wie sehr sie sich verändern.
Einige Dialoge – vor allem bei den Teenager-Szenen rund um die YouTube-Welt – wirken ab und zu etwas aufgesetzt und nicht ganz altersgerecht getroffen.
Durch die parallelen Ermittlungen in London und die Vorkommnisse in Leipzig gibt es zwischendurch ein paar Passagen, in denen Heitz sehr viele Fakten und Spuren anhäuft, was das Erzähltempo kurzzeitig drosselt.
Wer Angst hatte, dass hier am Ende nur viel geredet und nichts aufgelöst wird, darf beruhigt sein: Markus Heitz zieht die Schlinge zum Schluss konsequent zu. Die Fäden zwischen London und Leipzig laufen schlüssig zusammen, der mörderische Pakt wird greifbar aufgedeckt und das Ende sitzt mit einem gewohnt düsteren Heitz-Knalleffekt.
Ein extrem unterhaltsamer, atmosphärischer Mystery-Thriller, der zeigt, wie ein packender Plot mit übernatürlichem Einschlag richtig aufgelöst werden muss.
Das Leitmotiv „Besitzt du sie oder besitzt sie dich?“ zieht ab der ersten Seite. Heitz verbindet das klassische Spukhaus-Motiv extrem geschickt mit unserer modernen Zeit (YouTube-Ruhm, Social Media) und einem knallharten True-Crime-Handlungsstrang in London.
Anders als bei zähen Vorbereitungsbänden baut Markus Heitz von Anfang an eine beklemmende, mysteriöse Atmosphäre auf. Die zwei Handlungsstränge halten das Erzähltempo hoch, und die Faszination für das dunkle Geheimnis der Villa lässt einen kaum los.
Das moralische Schwanken gelingt hier richtig gut. Man sieht Mutter und Tochter beim Aufstieg zu, hinterfragt ihren schnellen Erfolg aber minütlich. Man schwankt ständig zwischen Mitgefühl und dem Unbehagen darüber, wie sehr sie sich verändern.
Einige Dialoge – vor allem bei den Teenager-Szenen rund um die YouTube-Welt – wirken ab und zu etwas aufgesetzt und nicht ganz altersgerecht getroffen.
Durch die parallelen Ermittlungen in London und die Vorkommnisse in Leipzig gibt es zwischendurch ein paar Passagen, in denen Heitz sehr viele Fakten und Spuren anhäuft, was das Erzähltempo kurzzeitig drosselt.
Wer Angst hatte, dass hier am Ende nur viel geredet und nichts aufgelöst wird, darf beruhigt sein: Markus Heitz zieht die Schlinge zum Schluss konsequent zu. Die Fäden zwischen London und Leipzig laufen schlüssig zusammen, der mörderische Pakt wird greifbar aufgedeckt und das Ende sitzt mit einem gewohnt düsteren Heitz-Knalleffekt.
Ein extrem unterhaltsamer, atmosphärischer Mystery-Thriller, der zeigt, wie ein packender Plot mit übernatürlichem Einschlag richtig aufgelöst werden muss.