Glück oder Unglück
Der Horror-Roman war weniger gruselig als ich es mir erhofft hatte. Zu Beginn werden zwei Handlungsstränge eingeführt, die dann mit der Zeit miteinander verwoben werden und am Ende auch klar wird, wie diese zusammenhängen. Das Konzept mit der alten historischen Gruselvilla, die schon viel erlebt hat, hat mir sehr gut gefallen. Auch das zentrale Thema, um das sich die Geschichte der Villa dreht, ist spannend aufgebaut: Was wäre, wenn man alle Wünsche erfüllt bekommt und zu welchem Preis? Für Doreen und Marina ändert sich durch die Ersteigerung der alten Villa zu einem Spottpreis von einem Tag auf den anderen sehr viel. Manche Veränderungen sind positiv, andere sind mit Vorsicht zu genießen, vor allem in Bezug auf die Karriere von Marina oder ihre Drogenambitionen und der Gier nach Profit. Die weiteren Charaktere waren allerdings sehr klischeehaft dargestellt und durchwegs oberflächlich, ohne Tiefe, ohne dass man hier eine emotionale Bindung herstellen kann als Leser*in. Wo der Gruselfaktor in der Villa steckt, war mir schon von Anfang an klar, es war leider keine große Überraschung.
Für mich hat die Geschichte durch die alte Villa gelebt und die Vorstellungen, die ich damit verknüpft habe. Die Charaktere waren mir zu wenig authentisch und die Geschichte hat stark begonnen, dann aber nachgelassen. Im letzten Drittel war es fast nur noch eine Aneinanderreihung an wenig glaubwürdigen Tötungsszenarien, wobei ich auch hier den Horror-Faktor vermisst habe. Ich hätte mir mehr unterschwellige Bedrohung oder mystische Elemente gewünscht, dies ist zu kurz gekommen.
Für mich hat die Geschichte durch die alte Villa gelebt und die Vorstellungen, die ich damit verknüpft habe. Die Charaktere waren mir zu wenig authentisch und die Geschichte hat stark begonnen, dann aber nachgelassen. Im letzten Drittel war es fast nur noch eine Aneinanderreihung an wenig glaubwürdigen Tötungsszenarien, wobei ich auch hier den Horror-Faktor vermisst habe. Ich hätte mir mehr unterschwellige Bedrohung oder mystische Elemente gewünscht, dies ist zu kurz gekommen.