Grusel in Gohlis

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kindder80er Avatar

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Den Stadtteil Gohlis kenne ich aus meiner Jugend sehr gut und war irgendwie erstaunt über das Gruselsetting in "meiner Hood", aber wenn man darüber nachdenkt, passt es mit dieser Villa wie die Faust aufs Auge. Heitz hat es geschafft, dem alten Gemäuer schon auf den ersten paar Seiten, in denen Doreen ihr frisch erstandenes Domizil betritt, unheimliches Leben einzuhauchen.

Die Gedankengänge sind größtenteils nachvollziehbar, allerdings würde ich persönlich nicht ganz so entspannt darauf reagieren, wenn ich im Haus in meinen Bart murmele, dass ich nur noch 100 Euro finden müsste, um die Investition wieder drin zu haben und Minuten später finde ich 100 Euro unter der alten Standuhr. Aber gut, das sind die normalen Mechanismen, die immer wieder auch in Horrorfilmen vorkommen und das Genre auch ein Stück weit ausmachen. Auch der absolut erschreckend plastische Szenenwechsel nach London, wo sich zwei alte Damen zum Tee treffen und es dann aus dem Nichts heraus so richtig eskaliert... Das alles kann man sich SO gut als Film vorstellen, dass man meint, ihn bereits gesehen zu haben.

Die Protagonisten, besonders Doreen werden recht sympathisch dargestellt, deshalb drückt man ihnen schon die Daumen, dass alles gut ausgehen möge. Gut, die Tochter nervt mit ihrer pubertierenden Egozentrik, aber auch das ist normal und eben realistisch. Der Plot ist es natürlich nicht, aber soll er ja auch nicht! Er ist spannend, manchmal atemlos, an einigen Stellen vulgär und blutig, aber mit einem stimmigen Gesamtbild, der die Handlungsstränge langsam zusammen führt. Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt!