Horrortrip

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sindy-mit-y.. Avatar

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Die Idee zu „Die Villa“ kam Markus Heitz ganz spontan bei einem Spaziergang durch Leipzig. Beim Anblick einer Villa entwickelte sich in seinem Kopf die passende Geschichte..und daraus entstand schließlich dieser Horrorroman.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir unglaublich leicht. Das liegt vor allem an der flüssigen und schnörkellosen Schreibweise des Autors. Markus Heitz verzichtet auf ausschweifende Beschreibungen und konzentriert sich stattdessen auf das Wesentliche. Bereits nach wenigen Kapiteln wird deutlich, dass „Die Villa“ seinem Genre alle Ehre macht. Wir erleben die mysteriösen Todesfälle hautnah mit, wobei auch blutige und teilweise sehr detaillierte Schilderungen nicht zu kurz kommen.
Mit seinen 327 Seiten ist „Die Villa“ ein kurzweiliger Schmöker, der sich hervorragend für ein paar spannende Lesestunden eignet. Wer allerdings eine ausgeprägte Charakterentwicklung oder eine tiefgründige Hintergrundgeschichte erwartet, könnte etwas enttäuscht sein. Gerade in diesem Bereich hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Besonders die Geschichte rund um das geheimnisvolle Herrenhaus wird meiner Meinung nach leider nur oberflächlich behandelt. Hier hätte ich gerne noch mehr über dessen Vergangenheit und die Hintergründe erfahren.
Für Spannung sorgt hingegen der häufige Wechsel zwischen den verschiedenen Perspektiven. Dadurch entsteht ein abwechslungsreiches Erzähltempo, das immer wieder neue Einblicke gewährt und die Handlung vorantreibt. So kommt neben der Spannung auch eine ordentliche Portion Horror auf, sodass zu keinem Zeitpunkt Langeweile entsteht.

Insgesamt ist „Die Villa“ ein kurzweiliger und atmosphärischer Horrorroman, der vor allem durch seine flüssige Erzählweise, die wechselnden Perspektiven und einige blutige Momente überzeugt. Wer einen schnellen, spannenden Schmöker für zwischendurch sucht und dabei nicht unbedingt großen Wert auf eine tief ausgearbeitete Hintergrundgeschichte legt, dürfte mit diesem Buch einige unterhaltsame Lesestunden verbringen.