Leider war das nichts für mich...

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romyslesefieber Avatar

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Die alleinerziehende Doreen kann ihr Glück gar nicht fassen, als sie in einer Zwangsversteigerung eine Villa in Leipzig für gerade mal 100 € ersteigert. Auch wenn die Villa stark renovierungsbedürftig ist, spürt Doreen gleich zu Beginn, dass diese Immobilie das perfekte Zuhause für sie und ihre Tochter Marina werden kann. Doch auch andere Parteien, wie der Enkel der ehemaligen Bewohnerin und der Konzern Monument AG, erheben Anspruch auf die Villa. Doch die Villa führt ein Eigenleben und möchte sich ihre Bewohner lieber selbst aussuchen...

Trotz meiner hohen Erwartungen war das Buch leider gar nichts für mich. Grundsätzlich liebe ich Geschichten, in denen es um ein verfluchtes oder heimgesuchtes Haus geht und bin auch von Horror nicht abgeschreckt.
„Die Villa“ von Markus Heitz hat sich allerdings in eine ganz andere Richtung entwickelt, als ich es erwartet habe. Bei mir ist die mysteriöse Atmosphäre leider nicht angekommen und das Haus in meiner Vorstellung eher blass geblieben.
Der Schreibstil ist modern und die Ausdrucksweise teilweise derb und vulgär. Für mich ist die Spannung leider ein wenig ausgeblieben und ich musste mich teilweise etwas durch das Buch quälen. Was mich sehr stark gestört hat, war die Umsetzung der Horror-Anteile in dem Buch. Die Handlung plätschert langsam vor sich hin, bis dann aus dem Nichts eine Nebenfigur auf brutale Art abgeschlachtet wird. Ich möchte nicht spoilern, aber in den meisten Fällen geschieht dies auf eine so bizarre und abstruse Weise, dass das bei mir keine Gänsehaut oder Horror ausgelöst hat, sondern lediglich Irritation. Mit den Charakteren konnte ich auch nicht wirklich mitfühlen.

Dies ist natürlich nur meine subjektive Ansicht und ich kann mir gut vorstellen, dass anderen Leser:innen die Handlung durchaus gefällt. An sich merkt man, dass der Autor sein Handwerk definitiv beherrscht.

Fazit: Vielleicht bin ich mit einer falschen Erwartungshaltung an das Buch rangegangen, aber ich war leider enttäuscht und kann das Buch nicht weiterempfehlen.