Mehr Horroratmosphäre hätte nicht geschadet!

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kiki2705 Avatar

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Mit „Die Villa“ ist ein Horror-Roman aus der Feder des für seine Fantasyromane sehr bekannten Autors Markus Heitz erschienen.
Doreen Markert zieht das große Los – in einer Zwangsversteigerung erhält sie den Zuschlag für eine alte renovierungsbedürftige Villa im Leipziger Stadtteil Gohlis. Zusammen mit ihrer Tochter Marina zieht sie in die Villa und hat große Träume, diese umzubauen und mit ihrer Tochter ihr Glück zu finden. Ihr Wunsch scheint sich zunächst zu erfüllen – die Sorgen werden weniger und auch Marina scheint in ihrer geplanten Musikkarriere endlich voran zu kommen. Doch mit der Zeit häufen sich die tödlichen Vorfälle im Umfeld der beiden. Im Poetenweg fahren immer häufiger die Krankenwagen und Polizeiautos vor. Hat das Glück von Mutter und Tochter einen Preis, von dem sie nichts ahnen? Erst als Ethan aus London hinzustößt und Doreen mit der Vergangenheit der Villa konfrontiert, sieht sie sich gezwungen zu handeln und hofft, dass es noch nicht zu spät ist.
Das Cover des Buches gefällt mir richtig gut. Zu sehen ist eine Villa im Mittelpunkt. Die gewählte Schriftart und -farbe passen zum Horrorgenre.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr bildlich. Dass ein Horrorroman kein romantischer Spaziergang wird, sollte hierbei jedem klar sein. So bekommt man blutige erbarmungslose Szenen zu lesen, die jedoch nicht eklig oder zu ausufernd sind.
Was mir beim Lesen jedoch durchweg gefehlt hat, war der Grusel oder das Gefühl, dass jederzeit etwas passieren könnte. Ich empfand die Story als eher platt. Sie hat mir keine schlaflosen Nächte bereitet. Vielleicht sind meine Ansprüche hier auch zu hoch, aber wenn ich ein Horrorbuch lese, dann möchte ich auch entsprechende Emotionen haben.
Die Sprache ist an mancher Stelle auch eher subtil und einfach, sodass ich zu Beginn etwas abgeschreckt war. Das wurde jedoch im Laufe der Geschichte besser.
Die Charaktere blieben mir auf emotionaler Ebene leider komplett fremd. So habe ich weder mit den Protagonisten noch mit den zahlreichen Nebencharakteren eine Verbindung aufbauen können.
Zu Beginn erkennt man noch nicht wirklich, was hinter den grausamen Ereignissen stecken könnte, doch Stück für Stück enthüllt sich, welcher Fluch auf der Villa und damit ihren Bewohnern lastet. Die Auflösung empfand ich jedoch schon fast etwas zu einfach und hätte mir hier mehr gruselige Details gewünscht.
Insgesamt konnte ich der Geschichte sehr gut folgen und ich habe sie auch zügig gelesen. Mir fehlte jedoch das gewisse Etwas. So bleibt es für mich ein Buch, welches schnell wieder in Vergessenheit gerät und ich vergebe 3 von 5 Sternen für gute Mittelfeld.