Schnäppchenhaus mit Hindernissen
Ich wohne in der Nähe von Leipzig und immer wenn wir über die umliegenden Stadtteile rein fahren, staune ich über die wunderschöne Architektur, gerade wenn es um Villen geht. Da ist auch schon mal die eine oder andere, verlassene Ruine dabei. Und dann frage ich mich immer, wie es wohl darin aussieht und was die Geschichte hinter den zerbrochenen Glasscheiben ist…
Markus Heitz hat sich dazu einen wahrlich teuflischen Roman ausgedacht.
Als Doreen die verfallene Villa im Poetenweg für einen Spottpreis ersteigert, geht für sie ein Traum in Erfüllung. Zusammen mit ihrer Tochter will sie dem Gebäude zu altem Glanz verhelfen und ihre Vision eines Kunstcafés lebendig werden lassen. Tochter Marina ist zunächst nicht begeistert, aber dann geht mit einem Song über das Haus plötzlich ihre Musikkarriere durch die Decke. Und auch Doreen stellen sich nicht so viele Hürden in den Weg wie gedacht. Es scheint fasst so, als wären die Frauen plötzlich vom Glück geküsst. Doch zu welchem Preis.
Das ist mal ein Horror-Roman, der sich etwas traut.
Jedenfalls habe ich noch keinen Roman gelesen, der solche expliziten Horror-Szenarien enthielt. Und obwohl ich kein Fan Splatter bin, muss ich zugeben, dass ich die brutalen Todesfallen richtig kreativ fand.
Warum in der eigentlich so netten Villa das Böse wohnt, wird mit einer Überleitung zu einer okkulten Gesellschaft aus dem 19. Jahrhundert erklärt. Das finde ich immer wieder spannend, diesen Teil hätte man ruhig noch etwas ausdehnen können. Stattdessen bekommen wir mit Ethan in England einen zweiten Handlungsbogen.
Zu meinen Kritikpunkten.
Ich fand Doreen leider viel zu naiv. Spätestens als ihr der Typ von der Immobilienfirma, die ihr das Haus abschwatzen will, helfend unter die Arme greift, hätte sie schon etwas misstrauischer sein dürfen. Aber Doreen ist ja so ein Freigeist, da denkt man nicht zweimal nach.
Auch von den zahlreichen Kraftausdrücken, mögen sie auch zur Situation oder Charakter gepasst haben, bin ich einfach kein Freund. Ich weiß nicht, ob das immer sein muss.
Ansonsten toller Roman, vor allem auch für Leute um und aus Leipzig. Die Villa gib es nämlich wirklich, allerdings saniert und hoffentlich ohne dämonische Untermieter.
Markus Heitz hat sich dazu einen wahrlich teuflischen Roman ausgedacht.
Als Doreen die verfallene Villa im Poetenweg für einen Spottpreis ersteigert, geht für sie ein Traum in Erfüllung. Zusammen mit ihrer Tochter will sie dem Gebäude zu altem Glanz verhelfen und ihre Vision eines Kunstcafés lebendig werden lassen. Tochter Marina ist zunächst nicht begeistert, aber dann geht mit einem Song über das Haus plötzlich ihre Musikkarriere durch die Decke. Und auch Doreen stellen sich nicht so viele Hürden in den Weg wie gedacht. Es scheint fasst so, als wären die Frauen plötzlich vom Glück geküsst. Doch zu welchem Preis.
Das ist mal ein Horror-Roman, der sich etwas traut.
Jedenfalls habe ich noch keinen Roman gelesen, der solche expliziten Horror-Szenarien enthielt. Und obwohl ich kein Fan Splatter bin, muss ich zugeben, dass ich die brutalen Todesfallen richtig kreativ fand.
Warum in der eigentlich so netten Villa das Böse wohnt, wird mit einer Überleitung zu einer okkulten Gesellschaft aus dem 19. Jahrhundert erklärt. Das finde ich immer wieder spannend, diesen Teil hätte man ruhig noch etwas ausdehnen können. Stattdessen bekommen wir mit Ethan in England einen zweiten Handlungsbogen.
Zu meinen Kritikpunkten.
Ich fand Doreen leider viel zu naiv. Spätestens als ihr der Typ von der Immobilienfirma, die ihr das Haus abschwatzen will, helfend unter die Arme greift, hätte sie schon etwas misstrauischer sein dürfen. Aber Doreen ist ja so ein Freigeist, da denkt man nicht zweimal nach.
Auch von den zahlreichen Kraftausdrücken, mögen sie auch zur Situation oder Charakter gepasst haben, bin ich einfach kein Freund. Ich weiß nicht, ob das immer sein muss.
Ansonsten toller Roman, vor allem auch für Leute um und aus Leipzig. Die Villa gib es nämlich wirklich, allerdings saniert und hoffentlich ohne dämonische Untermieter.