Solider Horror, unterhaltsam, aber nicht vollends überzeugend

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nijura Avatar

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Die Grundidee hinter diesem Horror-Roman von Markus Heitz und die Leseprobe haben mir sehr gut gefallen. Im Zentrum der Handlung steht Doreen, die eine alte, sanierungsbedürftige Villa in Leipzig zu einem absoluten Spottpreis erwirbt und dort gemeinsam mit ihrer Tochter Marina einzieht. Zunächst scheint alles perfekt zu laufen. Doch schon bald häufen sich mysteriöse Unglücksfälle in der Nachbarschaft und es keimt der Verdacht auf, dass das frisch bezogene Anwesen die Ursache dafür sein könnte.

Parallel dazu versucht der Musiker Ethan, den rätselhaften Tod seiner Mutter und deren Freundin aufzuklären – auch seine Nachforschungen führen ihn Schritt für Schritt nach Leipzig und zu der ominösen Villa.

Das Setting in Leipzig ist gelungen und bringt frischen Wind in das Genre. Leider bleibt die Villa selbst als zentraler Schauplatz visuell etwas blass; hier hätte ich mir eine ausführlichere und detailliertere Beschreibung gewünscht. Ein echtes Schauergefühl kam für mich vor allem durch die tickende Standuhr in der Eingangshalle auf, deren stetiges Tick-Tack eine schöne, unheimliche Atmosphäre geschaffen hat.

Handlungstechnisch hat der Roman leider ein paar Schwächen: Im Mittelteil plätschert die Geschichte spürbar dahin und verliert etwas an Fahrt. Glücklicherweise schafft es der Autor durch gelungene Wendungen, den Plot wieder herauszureißen und die Spannung neu zu entfachen. Das Finale war zwar für meinen Geschmack etwas übertrieben blutig geraten, schloss die Handlung aber insgesamt schlüssig ab.

Fazit: Ein passabler Horror-Roman mit starker Grundidee und tollem Leipzig-Setting, der allerdings unter Durchhängern im Mittelteil leidet. Wer über kleine Längen hinwegsehen kann und blutige Endphasen mag, wird dennoch gut unterhalten.