Splatter statt Horror

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
dannylovesreading Avatar

Von

Bei dem Horror-Roman "Die Villa" von Markus Heitz handelt es sich um düstere und abgründige Geschichte, in der auch das Übernatürliche nicht fehlt.

Ich habe einmal mehr feststellen müssen, dass Horror wohl nicht mein Genre ist. Ich liebe gute Psychothriller und düstere Krimis, aber bei pferdehufigen Dämonen und paranormalen Phänomenen gehe ich nicht mehr mit. Der Roman fing vielversprechend an: Doreen ist alleinerziehende Mutter einer Teenagertochter und muss sehr aufs Geld achten. Wie durch ein Wunder bekommt sie für 100 € bei einer Immobilienversteigerung den Zuschlag für eine alte Villa in Leipzig, die sie schon immer bewundert hat. Sie kann ihr Glück kaum fassen. Doch damit ist nicht genug, denn auf wundersame Weise gehen ihre Wünsche und die ihrer Tochter Marina plötzlich in Erfüllung. Leider sterben aber auch immer wieder Menschen in ihrem Umfeld auf mannigfaltige Weise. In einem parallelen Handlungsstrang versucht der Londoner Musiker Ethan die Hintergründe des brutalen Todes seiner Mutter und deren bester Freundin auf den Grund zu gehen. Je weiter ich in der Geschichte vorgedrungen bin, desto mehr Tote gab es.

Der Schreibstil von Markus Heitz ist schnell und flüssig. Doch leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich abholen. Ich habe mir mehr Gruselfaktor gewünscht, bekommen habe ich jedoch Gewalt, Action und Splatter. Mir waren es am Ende einfach zu viele Tote, zu viele Klischees und zu viele Stereotype. Daher leider von mir nur 3 Sterne.