Starkes Cover, aber leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen

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wi-ing Avatar

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„Die Villa“ war mein erstes Buch von Markus Heitz und ich bin mit entsprechend offenen Erwartungen an die Geschichte herangegangen. Besonders positiv aufgefallen ist mir sofort die Covergestaltung: Sie ist atmosphärisch, hochwertig und hätte definitiv meine Aufmerksamkeit in einer Buchhandlung auf sich gezogen. Auch der Schreibstil ist angenehm flüssig, sodass sich das Buch trotz seiner Länge zügig lesen lässt.

Leider konnte mich die Geschichte selbst jedoch nicht wirklich abholen. Schon nach kurzer Zeit wird der Ton sehr vulgär. Vermutlich soll dies die dämonische und düstere Atmosphäre unterstreichen, für meinen persönlichen Geschmack wirkte es jedoch eher übertrieben und insgesamt unnötig.

Hinzu kommt, dass die Figuren für mich sehr oberflächlich geblieben sind. Keiner der Charaktere entwickelt ausreichend Tiefe, um wirklich mit ihnen mitzufiebern oder eine emotionale Bindung aufzubauen. Gleichzeitig gibt es aber auch niemanden, den man wirklich verabscheut. Die Figuren bleiben insgesamt recht blass.

Auch einige Handlungsaspekte haben mich nicht ganz überzeugt. Im Verlauf der Geschichte werden zahlreiche offensichtliche Spuren hinterlassen, bei denen ich mich mehrfach gefragt habe, warum diese scheinbar weder von der Polizei untersucht werden noch überhaupt Erwähnung finden. Dadurch wirkten manche Entwicklungen auf mich wenig nachvollziehbar.

Etwas irritiert haben mich außerdem die unterschiedlichen Detailgrade. Besonders bei den Fahrzeugen fiel mir auf, dass an einigen Stelle lediglich von einem „SUV“ die Rede ist, während an anderer Stelle Marke und Modell mehrfach sehr detailliert genannt werden. Das wirkte auf mich fast wie eine Produktplatzierung und hat mich irritiert.

Positiv hervorheben möchte ich jedoch das Ende. Dieses war für mich in sich schlüssig und rundete die Geschichte ordentlich ab.

Insgesamt bietet „Die Villa“ interessante Ansätze und eine spannende Grundidee, konnte das vorhandene Potenzial für mich aber leider nicht ausschöpfen. Trotz des gelungenen Covers und des flüssigen Schreibstils blieben die Figuren zu blass und einige Handlungselemente zu wenig durchdacht.