Zwiegespalten
Der Horror-Roman „Die Villa – Du wohnst nicht alleine“ von Markus Heitz handelt kurz gesagt von einer Villa, in der es nicht mit rechten Dingen zugeht, und deren Bewohnern, die zum Teil mehr oder weniger ungewöhnlich reagieren.
Das Cover ist ziemlich schlicht gehalten: grau mit schwarzem Aufdruck. Direkt ins Auge fällt dadurch besonders der rote Schriftzug „Villa“, der wie mit Blut geschrieben scheint. Bereits hier juckt es in den Fingern und die Neugier ist geweckt.
Der Horror-Roman findet eine gute Balance zwischen Realität und dem Übernatürlichem, so dass beim Leser stets das Gefühl besteht, dass man selbst in eine solche Situation geraten könnte. Dadurch bleibt die Geschichte die ganze Zeit nahbar, gleichzeitig aber auch unvorhersehbar, so dass man das Buch nur schlecht aus der Hand legen kann.
Im Buch sind eine Vielzahl von Charakteren beteiligt. In dieser Vielfalt findet jeder Leser einen Charakter der ihm (un)sympathisch oder ähnlich ist. Die Charaktere werden in alltäglichen Situationen beschrieben, die Lesern in jeder Lebenslage bekannt vorkommen: Ein Fest unter Nachbarn; das Verhältnis von einer Mutter mit ihrer pubertierenden Tochter; ein einsamer, älterer Herr oder Kindergartenkinder in ihrer Einrichtung. Auf den ersten Blick ein authentischer Lebensausschnitt … Es gelingt Markus Heitz, den Leser in verschiedenen Situationen den gleichen Charakter entweder lieben oder hassen zu lassen.
Im Hinblick auf den Schreibstil bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite sind blutige und gewaltsame Situationen so gut und detailliert beschrieben, dass man sprichwörtlich einen Film vor Augen sehen kann. Auf der anderen Seite finde ich die Sprache der Charaktere untereinander zwar authentisch, aber an vielen Stellen zu vulgär. Zum Teil ist diese Wahl in bestimmten Dialogen nachvollziehbar und passend. Jedoch ist es für meinen Geschmack zu viel des Guten, wenn in ganz normalen und alltäglichen Situationen jedes dritte Wort „Fuck“ oder „Scheiße“ ist, sich die Personen untereinander ständig mit Beleidigungen wie „(Arschgefickte) Schlampe“, „Beschissene (Trocken-)Fotze“, „Arsch“ oder „Wichser“ ansprechen und Personen „gefickt“ sind. Obwohl mir die Idee und das Setting echt gut gefallen haben und ich inhaltlich wissen wollte, wie es weitergeht, hat dieser vulgäre Schreibstil allerdings dazu geführt, dass ich das Buch öfter einmal weglegen musste und erstmal eine Pause brauchte.
Wer auf Horror in einem Setting zwischen Realität und Übernatürlichem steht und sich makabre Szenen gerne bildlich vorstellt, kommt mit „Die Villa“ vollkommen auf seine Kosten. Jedoch muss jeder für sich selbst entscheiden, ob der dauerhafte vulgärer Sprachstil ein Hindernis darstellt oder nicht.
Das Cover ist ziemlich schlicht gehalten: grau mit schwarzem Aufdruck. Direkt ins Auge fällt dadurch besonders der rote Schriftzug „Villa“, der wie mit Blut geschrieben scheint. Bereits hier juckt es in den Fingern und die Neugier ist geweckt.
Der Horror-Roman findet eine gute Balance zwischen Realität und dem Übernatürlichem, so dass beim Leser stets das Gefühl besteht, dass man selbst in eine solche Situation geraten könnte. Dadurch bleibt die Geschichte die ganze Zeit nahbar, gleichzeitig aber auch unvorhersehbar, so dass man das Buch nur schlecht aus der Hand legen kann.
Im Buch sind eine Vielzahl von Charakteren beteiligt. In dieser Vielfalt findet jeder Leser einen Charakter der ihm (un)sympathisch oder ähnlich ist. Die Charaktere werden in alltäglichen Situationen beschrieben, die Lesern in jeder Lebenslage bekannt vorkommen: Ein Fest unter Nachbarn; das Verhältnis von einer Mutter mit ihrer pubertierenden Tochter; ein einsamer, älterer Herr oder Kindergartenkinder in ihrer Einrichtung. Auf den ersten Blick ein authentischer Lebensausschnitt … Es gelingt Markus Heitz, den Leser in verschiedenen Situationen den gleichen Charakter entweder lieben oder hassen zu lassen.
Im Hinblick auf den Schreibstil bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite sind blutige und gewaltsame Situationen so gut und detailliert beschrieben, dass man sprichwörtlich einen Film vor Augen sehen kann. Auf der anderen Seite finde ich die Sprache der Charaktere untereinander zwar authentisch, aber an vielen Stellen zu vulgär. Zum Teil ist diese Wahl in bestimmten Dialogen nachvollziehbar und passend. Jedoch ist es für meinen Geschmack zu viel des Guten, wenn in ganz normalen und alltäglichen Situationen jedes dritte Wort „Fuck“ oder „Scheiße“ ist, sich die Personen untereinander ständig mit Beleidigungen wie „(Arschgefickte) Schlampe“, „Beschissene (Trocken-)Fotze“, „Arsch“ oder „Wichser“ ansprechen und Personen „gefickt“ sind. Obwohl mir die Idee und das Setting echt gut gefallen haben und ich inhaltlich wissen wollte, wie es weitergeht, hat dieser vulgäre Schreibstil allerdings dazu geführt, dass ich das Buch öfter einmal weglegen musste und erstmal eine Pause brauchte.
Wer auf Horror in einem Setting zwischen Realität und Übernatürlichem steht und sich makabre Szenen gerne bildlich vorstellt, kommt mit „Die Villa“ vollkommen auf seine Kosten. Jedoch muss jeder für sich selbst entscheiden, ob der dauerhafte vulgärer Sprachstil ein Hindernis darstellt oder nicht.