Große Erwartungen - falscher Lesezeitpunkt?

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In dem Buch beschreibt der Autor Andy Merrifield, wie er nach einer Lebenskrise mit einem Esel namens Gribouille auf eine wochenlange Wanderung durch Frankreich aufbricht. Unterwegs versucht er, durch die stoische Gelassenheit des Tieres und philosophische Betrachtungen einen Ausweg aus der Hektik der modernen Welt zu finden.
Ich hatte mir unheimlich viel von dieser Geschichte erhofft. Der Titel klang nach genau der Inspiration, nach der ich mich gesehnt habe, und ich wollte das Buch unbedingt mögen – aber so oft ich es auch versucht habe, es hat mich leider überhaupt nicht angesprochen.
Für mich war das Leseerlebnis ganz anders als erwartet. Das Thema, wie man in unserer heutigen, stressigen Welt Ruhe findet, kam mir ehrlicherweise ziemlich weit hergeholt vor. Statt einer greifbaren, praktischen Erzählung verliert sich der Autor für meinen Geschmack viel zu sehr in theoretischen und tiefen philosophischen Gedanken. Es fiel mir schwer, einen persönlichen Bezug zu seinen Erlebnissen zu finden.
Trotzdem möchte ich das Buch nicht komplett abschreiben. Vielleicht lag es gar nicht nur am Inhalt, sondern auch am Timing. Manchmal braucht ein Buch einfach den exakt passenden Moment im Leben. Aktuell war es für mich die falsche Lektüre, aber ich schließe nicht aus, dass ich es zu einem ganz anderen Zeitpunkt noch einmal zur Hand nehme.