Sachlich und träge

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treize Avatar

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Ich habe „Die Weisheit der Esel“ mit einer ganz anderen Erwartung zu lesen begonnen: das Cover gefiel mir ausgesprochen gut; schlicht und mit einer schönen Zeichnung und auch nach der Leseprobe hatte ich mich auf eine erzählerische Wanderung eingelassen, fast schon auf eine Art Reisebericht. Stattdessen bekam ich eher ein essayistisches Sachbuch über Esel, Philosophie und Gesellschaft. Gerade der Einstieg fiel mir schwer, weil für mein Empfinden ein klarer roter Faden fehlt und die Gedanken sprunghaft wirken. Zwar sind einzelne Passagen interessant und regen zum Nachdenken an, doch insgesamt blieb ich emotional auf Distanz. Die Verbindung zwischen persönlicher Erfahrung und theoretischen Exkursen hat mich nicht wirklich abgeholt. Schade, denn die Grundidee fand ich vielversprechend. Für mich leider eher mühsam als bereichernd zu lesen.