Wanderung zu sich selbst
Ich wusste zunächst gar nicht so genau, was mich bei diesem Buch erwartet. Ich hatte eine Reisegeschichte vermutet, verwoben mit philosophischen Gedanken. Auch nach dem Lesen fällt es mir schwer, das Buch eindeutig einzuordnen, weil es so vielschichtig und ungewöhnlich ist.
Andy Merrifield erzählt von seiner Wanderung durch die Auvergne gemeinsam mit seinem Esel Gribouille und verbindet die Erlebnisse unterwegs immer wieder mit Gedanken über das Leben, unsere Gesellschaft und die besondere Rolle, die Esel seit Jahrhunderten für den Menschen spielen.
Besonders gefallen haben mir die atmosphärischen Beschreibungen. Die Landschaft wird so lebendig geschildert, dass man sich die Wege, kleinen Dörfer und die Naturkulisse mühelos vorstellen kann. Auch Gerüche, Geräusche und Stimmungen werden greifbar, sodass ich zeitweise das Gefühl hatte, selbst mit auf der Wanderung zu sein. Vor allem Gribouille ist mir schnell ans Herz gewachsen. Ich hatte schon immer einen kleinen Sweet Spot für Esel, aber durch die Erzählungen und Schilderungen lernt man ihn noch einmal auf eine ganz besondere Weise kennen. Fast wirkt er wie ein Krafttier, das den Autor auf seiner Reise begleitet. Gleichzeitig vermittelt das Buch eindrucksvoll, warum Esel so oft unterschätzt werden, welche Bedeutung sie in Geschichte, Kunst und Kultur hatten und wie faszinierend diese Tiere eigentlich sind.
An manchen Stellen war es mir allerdings fast etwas zu viel an theoretischem Input. Immer wieder werden philosophische Überlegungen sowie historische und literarische Bezüge eingeflochten. Eigentlich toll wie viel der Autor für das Buch recherchiert hat, aber gelegentlich wäre hier weniger mehr gewesen, da es für meinen Geschmack den Lesefluss manchmal etwas ausgebremst hat. Hier hätte ich mir etwas mehr von der eigentlichen Wanderung und den Erlebnissen mit Gribouille gewünscht.
Insgesamt habe ich das Buch trotzdem gerne gelesen. Es lebt nicht von Spannung, sondern von seiner ruhigen, entschleunigenden Atmosphäre und den vielen Denkanstößen. Für mich ist es eine Mischung aus Reisebericht, Philosophie, Naturbeobachtung und persönlichen Reflexionen - genau das macht seinen besonderen Reiz aus. Wer Freude an Natur, Tieren und nachdenklichen Büchern hat und sich auf einen ruhigen Erzählstil einlassen kann, dürfte an dieser Lektüre Gefallen finden.
Andy Merrifield erzählt von seiner Wanderung durch die Auvergne gemeinsam mit seinem Esel Gribouille und verbindet die Erlebnisse unterwegs immer wieder mit Gedanken über das Leben, unsere Gesellschaft und die besondere Rolle, die Esel seit Jahrhunderten für den Menschen spielen.
Besonders gefallen haben mir die atmosphärischen Beschreibungen. Die Landschaft wird so lebendig geschildert, dass man sich die Wege, kleinen Dörfer und die Naturkulisse mühelos vorstellen kann. Auch Gerüche, Geräusche und Stimmungen werden greifbar, sodass ich zeitweise das Gefühl hatte, selbst mit auf der Wanderung zu sein. Vor allem Gribouille ist mir schnell ans Herz gewachsen. Ich hatte schon immer einen kleinen Sweet Spot für Esel, aber durch die Erzählungen und Schilderungen lernt man ihn noch einmal auf eine ganz besondere Weise kennen. Fast wirkt er wie ein Krafttier, das den Autor auf seiner Reise begleitet. Gleichzeitig vermittelt das Buch eindrucksvoll, warum Esel so oft unterschätzt werden, welche Bedeutung sie in Geschichte, Kunst und Kultur hatten und wie faszinierend diese Tiere eigentlich sind.
An manchen Stellen war es mir allerdings fast etwas zu viel an theoretischem Input. Immer wieder werden philosophische Überlegungen sowie historische und literarische Bezüge eingeflochten. Eigentlich toll wie viel der Autor für das Buch recherchiert hat, aber gelegentlich wäre hier weniger mehr gewesen, da es für meinen Geschmack den Lesefluss manchmal etwas ausgebremst hat. Hier hätte ich mir etwas mehr von der eigentlichen Wanderung und den Erlebnissen mit Gribouille gewünscht.
Insgesamt habe ich das Buch trotzdem gerne gelesen. Es lebt nicht von Spannung, sondern von seiner ruhigen, entschleunigenden Atmosphäre und den vielen Denkanstößen. Für mich ist es eine Mischung aus Reisebericht, Philosophie, Naturbeobachtung und persönlichen Reflexionen - genau das macht seinen besonderen Reiz aus. Wer Freude an Natur, Tieren und nachdenklichen Büchern hat und sich auf einen ruhigen Erzählstil einlassen kann, dürfte an dieser Lektüre Gefallen finden.