Zu viel Grausamkeiten

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Herr Merryfield wandert mit einem Esel (Gribouille) quer durch die Auvergne. Er erzählt, wie sie sich kennenlernten und schließlich gemeinsam loszogen. Von Experten hat er sich einweisen und beraten lassen. Er will schließlich das Tier artgerecht behandeln. Den schließlich muss man sich auch um die Gesundheit von dem Tier kümmern. Es gibt einiges, was der Esel nicht selbst machen kann: Hufe kontrollieren und säubern, Augen auswischen, Fell bürsten. Und Herr Merryfield geht umsichtig mit dem Tier um. Auch beschreibt er ansehnlich seine Tour, die Landschaft und Begegnungen mit anderen Menschen und Tieren. So weit, so gut und schön lesbar.
Gelegentlich greift er mir etwas zu tief in die Schwärmerische Kiste.
Doch was mich total gestört hat und ich sogar nach der Hälfte angefangen habe das Buch zu überfliegen: Merryfield hat unterschiedliche Bücher über und mit Bezug zu Eseln gelesen. Ich auch. Und die sind echt grausam. Die Esel werden gequält, blutig geschlagen, misshandelt, ausgebeutet. Und leider nimmt er nicht nur Bezug darauf und fasst geschönt oder zumindest neutralisierend zusammen. Nein er übernimmt ganze Kapitel aus den Büchern.
Man schwelgt in der Landschaft und läuft entschleunigt mit Merryfield und Gribouille und dann kommt so ein widerlicher Quälmoment. Das ist wie ein Schlag ins Gesicht.
Auch in der Geschichte schaut er sich um und in Urlaubsländern. Wo es überall Esel gab und gibt und für was sie benutzt wurden. Das sind mir einfach zu viele Gräueltaten. Hätte er die Dinge nur nacherzählt ohne Detaillierte Ausführung OK aber so NEIN.
Lieber nur ein kleines Reisebüchlein ohne die ganzen Einflechtungen, dann wäre das ein nettes Buch.
So lese ich aber lieber: Das Glück ist grau von Christopher McDougall oder Cloe Dalton - Hase und Ich.