Beindruckende Zeitstudie, und eine Atmosphäre die unter die Haut geht

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Wir befinden uns im Berlin der Nachkriegsjahre, die Menschen versuchen Hunger, Kälte und den Folgen des Nazi Regimes zu entkommen. Der Schwarzmarkt blüht, die Alliierten haben Berlin aufgeteilt und alle versuchen einen „Persilschein“ zu bekommen. Stern gelingt es die Atmosphäre dieser Zeit eindrücklich zu schildern, das Leid und die Verzweiflung ist spürbar, aber auch Überlebenswille und Stärke.

Stern wirft uns gleich ins Geschehen und wir lernen Lou und König kennen. Ein ungleiches Paar wird hier aufgrund der Umstände zu einem Ermittlerduo. Stern lässt sich anfangs viel Zeit die Beiden „vorzustellen“ und der Fall steht erst einmal im Hintergrund und nimmt erst nach und nach Fahrt auf.

Der Fall an sich ist gut aufgebaut und konstruiert, bis zur Auflösung werden weitere Themen berührt, die Triggern könnten. Historische Fakten werden gekonnt mit Fiktion verknüpft und die Nebenfiguren runden die Geschichte glaubhaft ab.
Julia Nachtmann hat das Buch toll eingelesen, die Figuren erwachen zum Leben und ich habe ihre Stimme als sehr angenehm und passend empfunden.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt mit viel Atmosphäre für Zeit und Leben in der Nachkriegszeit. Die Handlung des Kriminalfalles nimmt langsam Fahrt auf, das ungleiche Ermittlerduo findet zusammen und wir dürfen auf weitere historische Krimis gespannt sein.