Morde im Hungerwinter
Als ich sah, dass Anne Stern eine neue Krimireihe rausbringt, die nach dem 2. Weltkrieg spielt, war ich sehr gespannt und freute mich sehr, als ich ein Leseexemplar bei "Vorablesen" gewann. Die Serie um Hulda Gold, die inzwischen acht Bände umfasst und in den 20er und 30er Jahren spielt, mag ich sehr.
Die Story spielt zwischen dem 14. und 31. Dezember 1946 in Berlin, im sogenannten Hungerwinter, einem der kältesten Winter in Deutschland. Die besiegte Bevölkerung haust in Ruinen und erleidet schlimmsten Hunger und Kälte, die Beschaffung von Lebensmitteln und Brennmaterialien ist eine der dringensten Sorgen der Überlebenden. Es gibt zwar Lebensmittelmarken, doch nicht genug Nahrung, um satt zu werden. Der Schwarzmarkt blüht, ist aber strengstens verboten. Die Siegermächte in Berlin sind sich nicht einig und schaffen es kaum, die Lage in den Griff zu kriegen.
In diesem Setting begegnen wir der Fotografin Lou, die mit ihrer Leica versucht, Fotos zu schießen, die sie verkaufen kann. Doch das Foto, dass sie am frühen Morgen des 14. Dezembers schießt, ist eher von Interesse für die Polizei als für die Öffentlichkeit, denn sie fotografiert eine weibliche Leiche, die wie aufgebahrt im Schnee liegt, mit gefalteten Händen.
Kommissar Alfred König, der nach dem Krieg humpelnd und mit Glasauge zurück in den Polizeidienst kehrt, ist in der Mordinspektion für den Fall zuständig. Zusammen mit dem jungen Anwärter Trautwein versucht er herauszufinden, wer die Frau ist und wer ihren Tod verursacht hat. Kurz danach geschieht ein zweiter Mord, eine Kopie des ersten Falls. Was haben die beiden Frauen miteinander zu tun gehabt?
Doch auch Lou ist kriegsbeschädigt, hat ihre Kameraden im Widerstand verloren und als einzigen Freund noch Bruno an ihrer Seite, der mehr und mehr vergesslich wird. Ob ihr Ehemann überlebt hat, ist ungewiss, sie hat seit langem nichts mehr von ihm gehört.
Die beiden Jugendlichen Justus und seine Freundin Gerti leben auf der Straße und schlagen sich mit Diebstählen und Handel auf dem Schwarzmarkt durch. Da fällt Justus etwas in die Hände, dass einen entscheidenden Hinweis gibt, warum die Morde geschahen.
Mir gefiel dieser Auftaktder neuen Krimiserie richtig gut. Die Atmosphäre ist düster und anschaulich und man fröstelt beim Lesen, wenn man miterlebt, wie Lou sich durchkämpft oder König durch die Gegend läuft, weil es kaum Autos oder Straßenbahnen gibt, mit denen man von A nach B kommen kann. Die Polizisten sind gezeichnet vom Krieg, entweder körperlich oder seelisch beschädigt. Im Polizeidienst erhält man höhere Lebensmittelzuteilungen, doch als einzige Eignung muss man nachweisen, dass man im 2. Weltkrieg kein Nazi war. Das führt natürlich nicht zu der erforderlichen Qualität, um erfolgreich ermitteln zu können und so werden Tatortfotos schon mal überbelichtet, wenn man denn überhaupt das nötige Material hat.
Die Story spielt zwischen dem 14. und 31. Dezember 1946 in Berlin, im sogenannten Hungerwinter, einem der kältesten Winter in Deutschland. Die besiegte Bevölkerung haust in Ruinen und erleidet schlimmsten Hunger und Kälte, die Beschaffung von Lebensmitteln und Brennmaterialien ist eine der dringensten Sorgen der Überlebenden. Es gibt zwar Lebensmittelmarken, doch nicht genug Nahrung, um satt zu werden. Der Schwarzmarkt blüht, ist aber strengstens verboten. Die Siegermächte in Berlin sind sich nicht einig und schaffen es kaum, die Lage in den Griff zu kriegen.
In diesem Setting begegnen wir der Fotografin Lou, die mit ihrer Leica versucht, Fotos zu schießen, die sie verkaufen kann. Doch das Foto, dass sie am frühen Morgen des 14. Dezembers schießt, ist eher von Interesse für die Polizei als für die Öffentlichkeit, denn sie fotografiert eine weibliche Leiche, die wie aufgebahrt im Schnee liegt, mit gefalteten Händen.
Kommissar Alfred König, der nach dem Krieg humpelnd und mit Glasauge zurück in den Polizeidienst kehrt, ist in der Mordinspektion für den Fall zuständig. Zusammen mit dem jungen Anwärter Trautwein versucht er herauszufinden, wer die Frau ist und wer ihren Tod verursacht hat. Kurz danach geschieht ein zweiter Mord, eine Kopie des ersten Falls. Was haben die beiden Frauen miteinander zu tun gehabt?
Doch auch Lou ist kriegsbeschädigt, hat ihre Kameraden im Widerstand verloren und als einzigen Freund noch Bruno an ihrer Seite, der mehr und mehr vergesslich wird. Ob ihr Ehemann überlebt hat, ist ungewiss, sie hat seit langem nichts mehr von ihm gehört.
Die beiden Jugendlichen Justus und seine Freundin Gerti leben auf der Straße und schlagen sich mit Diebstählen und Handel auf dem Schwarzmarkt durch. Da fällt Justus etwas in die Hände, dass einen entscheidenden Hinweis gibt, warum die Morde geschahen.
Mir gefiel dieser Auftaktder neuen Krimiserie richtig gut. Die Atmosphäre ist düster und anschaulich und man fröstelt beim Lesen, wenn man miterlebt, wie Lou sich durchkämpft oder König durch die Gegend läuft, weil es kaum Autos oder Straßenbahnen gibt, mit denen man von A nach B kommen kann. Die Polizisten sind gezeichnet vom Krieg, entweder körperlich oder seelisch beschädigt. Im Polizeidienst erhält man höhere Lebensmittelzuteilungen, doch als einzige Eignung muss man nachweisen, dass man im 2. Weltkrieg kein Nazi war. Das führt natürlich nicht zu der erforderlichen Qualität, um erfolgreich ermitteln zu können und so werden Tatortfotos schon mal überbelichtet, wenn man denn überhaupt das nötige Material hat.