Vielversprechender Auftakt zu einer Krimireihe in der unmittelbaren Nachkriegszeit
Ich mochte die Hulda-Gold-Reihe der Autorin sehr und war gespannt, wie sie einen Krimi in einer anderen Zeit erzählen würde- kann sie auch gut!
Das Cover zeigt die Spiegelung eines Kettenkarussells vor einer Trümmerlandschaft - passt ganz gut, denn eine der Hauptfiguren ist Fotografin.
Wir begleiten die arbeitslose Fotografin Lou, die bei ihren Streifzügen in den Ruinen von Berlin-Kreuzberg in der Vorweihnachtszeit 1946 auf eine Leiche stößt. Kommissar König nimmt die Ermittlungen auf - und es bleibt nicht bei einer Leiche... Es werden neben Lou und dem Kommissar noch viele weitere Figuren eingeführt, von denen nicht alle (im Moment) etwas mit der Geschichte zu tun haben, ich vermute mal, da werden weitere Geschichten vorbereitet.
Die Figurenkonstellation haben mich schon sehr an Hulda Gold erinnert: Lou ist quasi Hulda, König ist Karl, Lous Mitbewohner Bruno ist Bert... Der Waisenjunge Justus, der sich mit seiner Freundin Gerti als "Schwarzhändler" versucht, hat zwar am Rande mit der Geschichte zu tun, aber am Ende wird eine neue Geschichte angeteasert, in der er wohl eine größere Rolle spielen soll.
Und dann gibt es noch die Kapitel, in denen ein Gregor aus einem Kriegsgefangenenlager in Russland berichtet, da war - zumindest mir- bis zum Ende nicht klar, was das soll - vermutlich wird auch das später aufgelöst.
Der Kriminalfall selbst war spannend - und nicht besonders grausam erzählt, die Auflösung für mich schlüssig. Aber wie schon bei Hulda Gold ging es für mich hier nicht vorrangig um den Krimi, sondern eher um das Lokalkolorit und die historischen Zusammenhänge, die die Autorin hier wieder sehr gut rüberbringt: Die Kälte in den nicht zu beheizenden Ruinen, Stromknappheit, nichts zu Essen, die politischen Händel der Besatzermächte im aufgeteilten Berlin, Nazis sitzen weiterhin auf einflussreichen Positionen... Die Atmosphäre war schon ziemlich bedrückend, sicher keine kuschelige Wohlfühl-Stimmung, aber für mich sehr authentisch.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen und war auch ziemlich schnell durch, die Kapitel sind recht kurz, die Erzählperspektive wechselt zwischen dem Kommissar und Lou, eingestreut werden Kapitel aus der Sicht von Justus und Gregor.
Ich bin gespannt auf weitere Bänder der Reihe und vergebe solide 4 von 5 Sternen.
Das Cover zeigt die Spiegelung eines Kettenkarussells vor einer Trümmerlandschaft - passt ganz gut, denn eine der Hauptfiguren ist Fotografin.
Wir begleiten die arbeitslose Fotografin Lou, die bei ihren Streifzügen in den Ruinen von Berlin-Kreuzberg in der Vorweihnachtszeit 1946 auf eine Leiche stößt. Kommissar König nimmt die Ermittlungen auf - und es bleibt nicht bei einer Leiche... Es werden neben Lou und dem Kommissar noch viele weitere Figuren eingeführt, von denen nicht alle (im Moment) etwas mit der Geschichte zu tun haben, ich vermute mal, da werden weitere Geschichten vorbereitet.
Die Figurenkonstellation haben mich schon sehr an Hulda Gold erinnert: Lou ist quasi Hulda, König ist Karl, Lous Mitbewohner Bruno ist Bert... Der Waisenjunge Justus, der sich mit seiner Freundin Gerti als "Schwarzhändler" versucht, hat zwar am Rande mit der Geschichte zu tun, aber am Ende wird eine neue Geschichte angeteasert, in der er wohl eine größere Rolle spielen soll.
Und dann gibt es noch die Kapitel, in denen ein Gregor aus einem Kriegsgefangenenlager in Russland berichtet, da war - zumindest mir- bis zum Ende nicht klar, was das soll - vermutlich wird auch das später aufgelöst.
Der Kriminalfall selbst war spannend - und nicht besonders grausam erzählt, die Auflösung für mich schlüssig. Aber wie schon bei Hulda Gold ging es für mich hier nicht vorrangig um den Krimi, sondern eher um das Lokalkolorit und die historischen Zusammenhänge, die die Autorin hier wieder sehr gut rüberbringt: Die Kälte in den nicht zu beheizenden Ruinen, Stromknappheit, nichts zu Essen, die politischen Händel der Besatzermächte im aufgeteilten Berlin, Nazis sitzen weiterhin auf einflussreichen Positionen... Die Atmosphäre war schon ziemlich bedrückend, sicher keine kuschelige Wohlfühl-Stimmung, aber für mich sehr authentisch.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen und war auch ziemlich schnell durch, die Kapitel sind recht kurz, die Erzählperspektive wechselt zwischen dem Kommissar und Lou, eingestreut werden Kapitel aus der Sicht von Justus und Gregor.
Ich bin gespannt auf weitere Bänder der Reihe und vergebe solide 4 von 5 Sternen.