Bunt ist anders

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robertp Avatar

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Die Titelei ist im Stil des art deco, fin de siecle oder Jugendstil gestaltet. Auch im Text findet man
einen Hinweis auf die Zeit kurz vor 1900. Das Haus auf der ersten Seite zeigt noch einige gotische Merkmale und wirkt durch die hell beleuteten und strahlend grünen Büsche sehr eindrucksvoll. Im Inneren hat sich eine Herrengesellschaft zum Abendessen getroffen. Dieses scheint vorbei zu sein, spricht man doch philosophisch über Zeit und Zeitreisen. Henry, der Gastgeber zeigt ein Modell einer von ihm erfundenen Maschine, die Reisen in die Vergangenheit und Zukunft möglich machen soll.
Die Geschichte ist bekannt. H.G.Wells hat sie geschrieben und sie wurde verfilmt und auch schon Gezeichnet. Hier liegt sie nun als graphic novel, gezeichnet von Thilo Krapp im Carlsen Verlag vor mir.
Der Zeichner und Autor hat schon mehrere alte SF Werke grafisch umgesetzt und legt nun seine Version der Zeitmaschine vor. Ich habe den Roman nicht gelesen, kann mich aber an einen Film aus den 60iger Jahren erinnern. Somit kann ich nicht beurteilen, ob die Geschichte frei nach oder getreu dem Original erzählt wird.
Das vorliegende Buch ist in dezenten Farben gemalt. Bunt ist anders und kommt vielleicht bei den Ausflügen in die Zukunft zum Tragen. Die Figuren – auf den ersten Seiten ausschließlich Männer, sind entsprechend der Epoche gekleidet und realistisch abgebildet. Der Held/Erfinder sticht mit seinen blonden Haaren aus dem uniformen Dunkel der anderen Männer hervor. Überhaupt ist hier nur das Licht, sei es Lampen- oder Kaminfeuer, ein erhellender Anblick.
Der Buchdeckel verspricht etwas Licht im Dunkel und seltsame Wesen, die ihr Unheil treiben. Vielleicht wird die Zukunft bunter.