Ein Klassiker bekommt ein neues Gesicht

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sunshine22 Avatar

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Schon beim ersten Durchblättern der Leseprobe von Die Zeitmaschine war ich von der Gestaltung begeistert. Die detailreichen Illustrationen passen wunderbar zur historischen Atmosphäre und schaffen es, die Geschichte von H. G. Wells gleichzeitig klassisch und überraschend modern wirken zu lassen. Besonders die warmen, etwas gedeckten Farben und die vielen kleinen Details in den einzelnen Panels haben mir sehr gefallen.

Inhaltlich fand ich den Einstieg ebenfalls spannend. Henry versucht seinen zunächst ziemlich skeptischen Gästen zu erklären, warum die Zeit als vierte Dimension betrachtet werden kann. Was zunächst wie eine etwas verrückte wissenschaftliche Diskussion wirkt, führt schließlich zu seiner großen Behauptung: Er hat eine Maschine entwickelt, mit der man sich durch die Zeit bewegen kann.

Besonders gelungen finde ich, wie verständlich diese doch recht abstrakte Idee durch die Kombination aus Dialogen und Bildern vermittelt wird. Spätestens als Henry seinen kleinen Prototyp präsentiert und dieser vor den Augen seiner Gäste tatsächlich verschwindet, war meine Neugier endgültig geweckt.

Auch der Humor gefällt mir sehr. Die unterschiedlichen Reaktionen der Herren auf Henrys Erfindung lockern die Geschichte auf und machen die Figuren trotz des historischen Settings erstaunlich nahbar. Gleichzeitig bleibt dieses wunderbare Gefühl von Abenteuer und Entdeckung erhalten.

Für mich ist diese Graphic Novel eine tolle Möglichkeit, einen berühmten Science-Fiction-Klassiker noch einmal ganz neu zu entdecken. Nach der Leseprobe möchte ich vor allem eines: endlich sehen, wohin Henry mit seiner großen Zeitmaschine reisen wird und wie diese fantastische Reise zeichnerisch umgesetzt wurde. Ein wunderschön gestalteter und vielversprechender Auftakt!