Lesegewalt im Comicstil

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Ich war von der Leseprobe von Die Zeitmaschine wirklich sofort begeistert. Obwohl ich H. G. Wells’ Geschichte schon als Klassiker kannte, wirkt sie durch Thilo Krapps Umsetzung plötzlich ganz anders und für mich viel unmittelbarer. Besonders die Illustrationen haben es mir angetan: Die gedeckten Pastelltöne, die vielen Details und die teilweise wilden Naturdarstellungen erzeugen eine ganz eigene Atmosphäre. Ich finde es toll, wie die Bilder nicht einfach nur das Geschehen abbilden, sondern richtig dazu beitragen, dass man in diese fremde Welt hineingezogen wird. Gleichzeitig gefällt mir der Kontrast zwischen der eher ruhigen, fast viktorianischen Atmosphäre am Anfang und dem, was den Zeitreisenden später in der Zukunft erwartet. Auch die Darstellung der Zeitmaschine selbst finde ich richtig gelungen – sie wirkt gleichzeitig technisch, geheimnisvoll und ein bisschen wie ein außergewöhnliches Kunstobjekt. Besonders spannend finde ich, dass die Geschichte trotz ihres Alters überhaupt nicht angestaubt wirkt. Die Idee, in eine weit entfernte Zukunft zu reisen und dort auf eine völlig veränderte Menschheit zu treffen, funktioniert auch heute noch unglaublich gut. Schon in der Leseprobe entsteht dieses Gefühl, dass hinter der scheinbar schönen Zukunft etwas Unheimliches steckt. Für mich ist die Graphic Novel deshalb eine richtig schöne Möglichkeit, einen Klassiker neu zu entdecken. Ich würde hier nach der Leseprobe ganz klar weiterlesen wollen – nicht nur, weil mich die Geschichte interessiert, sondern vor allem, weil ich sehen möchte, wie Thilo Krapp die verschiedenen Zukunftswelten und die Eloi und Morlocks visuell umsetzt.