Eine unterhaltsame, lehrreiche und beeindruckende Zeitreise in die Zukunft.

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fernweh nach zamonien Avatar

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Inhalt:

Ende des 19. Jahrhunderts:

Der Erfinder Henry baut eine Maschine, mit der er beabsichtigt, durch die Zeit zu reisen.

Seine Freunde schenken ihm jedoch keinen Glauben.

Kurzentschlossen startet er einen ersten Selbstversuch und reist in die Vergangenheit, um einen Streit rückgängig zu machen.

Obwohl die Reise gelingt, steht nun fest, dass es ihm nicht möglich ist, Vergangenes zu ändern oder ungeschehen zu machen.

Im zweiten Versuch reist Henry in die Zukunft. Er entfernt sich immer weiter und weiter von seiner eigenen Zeit.

Schließlich landet er im Jahr 802.701 in einer dystopischen Welt. Hier leben die Eloi scheinbar in friedlicher und harmonischer Gemeinschaft miteinander ...


Der Klassiker von H. G. Wells wird neu erzählt und farbig adaptiert von Illustrator und Comiczeichner Thilo Krapp.


Mein Eindruck:

Der Science Fiction Klassiker von H. G. Wells erschien 1895 und diente vielfach als Vorlage sowohl in der Literatur als auch im Film.

Eine gelungene Adaption in Form einer Graphic Novel, die unabhängig vom Original gelesen werden kann.

Die Geschichte des wissbegierigen Zeitreisenden hat nichts von ihrer Faszination verloren. Denn die Ungewissheit vor der Zukunft, insbesondere der Entwicklung der Rolle der Menschen und der Gemeinschaft, fesseln und bewegen unverändert.

Seiner Zeit (im wahrsten Sinne des Wortes) weit voraus ist Henry nicht nur ein begabter, sondern vor allem unerschrockener Erfinder.

Alles oder Nichts! Er testet seine Zeitmaschine kurzerhand selbst und durch die Reise in eine ferne Zukunft findet er am Ende zu sich selbst.

Lesende werden Teil des Abenteuers und schnell spürt man, dass der Schein trügt:

Eine ungewöhnlich harmonische nahezu paradiesische Lebensweise der jungen Eloi (Menschen, die an der Oberfläche leben) und im krassen Gegensatz dazu die drohende Gefahr, die von den in der Unterwelt hausenden Morlocks ausgeht.

Thilo Krapp hat eine bildgewaltige Version des gesellschaftskritischen Science Fiction Klassikers geschaffen.

Besonders die zu Beginn eher düstere Atmosphäre der Gesellschaft im Kerzenschein steht in starkem Kontrast zu den sonnendurchfluteten Szenen in der Zukunft.

Mimik und Gestik der Charaktere wirken lebendig. Die Morlocks sind entsprechend furchteinflößend.


Bonusmaterial:

Abschließend finden sich Hintergrundinformationen zur literarischen Vorlage und zeitlichen Einordnung sowie zum Autor. Zusätzlich gibt es erste Entwürfe und Skizzen zur Entstehung der Charaktere. Ein interessanter Blick hinter die Kulissen.


Fazit:

Eine bildgewaltige Adaption eines zeitlosen Klassikers für Jung und Alt!


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Rezensierte Ausgabe: "Die Zeitmaschine" nach H. G. Wells von Thilo Krapp erschienen 2026 bei Carlsen Comics