Ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann

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kirakolumna Avatar

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Selten hat mich eine Leseprobe so schnell gepackt wie diese. Die ersten Seiten entwickeln einen solchen Sog, dass ich das Gefühl hatte, sofort mitten in der Geschichte zu stehen. Der Einstieg ist spannend, atmosphärisch und setzt genau die richtigen Fragen in den Raum, ohne zu viel zu verraten. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Umso überraschender kommt dann der Zeitsprung zweieinhalb Jahre zurück. Natürlich erfüllt er seinen Zweck, den Weg zu den Ereignissen des Prologs nachzuzeichnen, trotzdem wirkte dieses Manöver auf mich etwas zu kalkuliert. Nach einem derart starken Auftakt fühlte sich der Cliffhanger mit anschließender Rückblende fast ein wenig zu einfach an.
Zum Glück verliert der Roman dadurch kaum an Zugkraft. Auch die Rückblende entwickelt schnell eine enorme Spannung und schafft es mühelos, das Interesse aufrechtzuerhalten. Die Autorin versteht es offensichtlich, Szenen so zu erzählen, dass man ständig weiterlesen möchte. Gerade dieses erzählerische Tempo und die dichte Atmosphäre haben mich beeindruckt.
Wenn der Roman dieses Niveau hält, dürfte hier ein echter Pageturner warten. Jedenfalls hat mich schon lange keine Leseprobe mehr so konsequent in ihren Bann gezogen.