Gegenwart und Vergangenheit
Schon der Einstieg wirft einen mitten hinein – ein Anruf, Blut am Wannenrand, verschwundener Schmuck, und sofort saß mir dieser beklemmende Sog im Nacken. Die Autorin baut die Spannung nicht durch große Gesten auf, sondern durch kleine, fast beiläufige Details: eine zerbrochene Vase, ein fehlender Rasierer, ein Kleid, das noch am Wäscheständer hängt. Genau das macht die Szene so bedrückend real.
Der Wechsel zurück in die Vergangenheit, zu Michelle und ihrer ersten Begegnung mit Henry, funktioniert überraschend mühelos. Die Sprache wird hier direkter, ungeschönter, manchmal fast roh, und genau darin liegt ihr Reiz. Michelles Blick auf sich selbst, auf ihre winzige Kammer, auf die Welt der Gäste, die sie umgibt, ohne wirklich zu ihr zu gehören, hat mich sofort für sie eingenommen, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt schon wusste, dass etwas Schlimmes passiert sein muss.
Diese Gegenüberstellung von Gegenwart und Vergangenheit, von Angst und Anfang, hat einen Sog erzeugt, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ich wollte sofort weiterlesen, wollte wissen, wie diese beiden Erzählstränge zusammenlaufen und was mit Michelle geschehen ist.
Der Wechsel zurück in die Vergangenheit, zu Michelle und ihrer ersten Begegnung mit Henry, funktioniert überraschend mühelos. Die Sprache wird hier direkter, ungeschönter, manchmal fast roh, und genau darin liegt ihr Reiz. Michelles Blick auf sich selbst, auf ihre winzige Kammer, auf die Welt der Gäste, die sie umgibt, ohne wirklich zu ihr zu gehören, hat mich sofort für sie eingenommen, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt schon wusste, dass etwas Schlimmes passiert sein muss.
Diese Gegenüberstellung von Gegenwart und Vergangenheit, von Angst und Anfang, hat einen Sog erzeugt, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ich wollte sofort weiterlesen, wollte wissen, wie diese beiden Erzählstränge zusammenlaufen und was mit Michelle geschehen ist.