Ich möchte weiterlesen!
Als großer Fan von Ruth Maria Thomas’ Debütroman Die schönste Version war ich unglaublich gespannt auf ihren neuen Roman Die zweitgrößte Liebe. Und schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, wieder genau dort zu sein, wo ihre große Stärke liegt: bei Figuren, die sich unglaublich echt anfühlen, und einer Sprache, die zugleich poetisch und messerscharf beobachtet.
Bereits der Einstieg könnte kaum spannender sein. Ruth Maria Thomas schafft es, mit wenigen Hinweisen eine enorme Spannung aufzubauen. Ich wollte sofort wissen, was passiert ist, und habe die ersten dreißig Seiten regelrecht verschlungen. Umso enttäuschter war ich, als die Leseprobe schon vorbei war.
Gleichzeitig erinnert die Ausgangssituation a Motive aus Die schönste Version. Wieder begegnen wir einem jungen Paar, das auf den ersten Blick verliebt und glücklich wirkt. Doch schnell wird deutlich, dass unter der Oberfläche Spannungen liegen könnten. Henry scheint aus einem wohlhabenden Elternhaus zu stammen, während Michelle sich mit einem Job an der Hotelrezeption über Wasser hält und unter einer erdrückenden Schuldenlast lebt. Diese unterschiedlichen Lebensrealitäten scheinen schon jetzt ein zentraler Bestandteil der Geschichte zu sein.
Zu Beginn des Buches lernen wir erstmal Michelle näher kennen. Michelle ist schlagfertig, klug und voller Stolz, gleichzeitig aber von massiven Existenzängsten geprägt. Ihre Gedanken kreisen ständig um Geld, Schulden und die Angst vor dem sozialen Absturz. Dieser Hintergrund steht im starken Kontrast zu ihrer Arbeit in einem Luxushotel. Dort erlebt sie täglich Menschen, für die Geld scheinbar keine Rolle spielt, während sie selbst jeden Euro zweimal umdrehen muss. Immer wieder schweifen ihre Gedanken zu dem Wunsch ab, finanziell frei zu sein und endlich keine Angst mehr haben zu müssen. Dadurch stellt sich unweigerlich die Frage, welche Rolle Henry dabei spielt. Hat sie in ihm einen Ausweg gefunden? Oder nutzt sie ihn vielleicht sogar aus? Noch lässt die Autorin alle Möglichkeiten offen, und genau das macht den Reiz dieser Geschichte aus.
Auch sprachlich überzeugt Ruth Maria Thomas erneut auf ganzer Linie. Ihre Sätze sind atmosphärisch, bildhaft und gleichzeitig unglaublich präzise. Trotz der ruhigen, literarischen Sprache entwickelt der Roman von Beginn an einen starken Sog, weil Spannung und Figurenzeichnung perfekt ineinandergreifen.
Nach dieser Leseprobe bin ich mehr als neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte.
Bereits der Einstieg könnte kaum spannender sein. Ruth Maria Thomas schafft es, mit wenigen Hinweisen eine enorme Spannung aufzubauen. Ich wollte sofort wissen, was passiert ist, und habe die ersten dreißig Seiten regelrecht verschlungen. Umso enttäuschter war ich, als die Leseprobe schon vorbei war.
Gleichzeitig erinnert die Ausgangssituation a Motive aus Die schönste Version. Wieder begegnen wir einem jungen Paar, das auf den ersten Blick verliebt und glücklich wirkt. Doch schnell wird deutlich, dass unter der Oberfläche Spannungen liegen könnten. Henry scheint aus einem wohlhabenden Elternhaus zu stammen, während Michelle sich mit einem Job an der Hotelrezeption über Wasser hält und unter einer erdrückenden Schuldenlast lebt. Diese unterschiedlichen Lebensrealitäten scheinen schon jetzt ein zentraler Bestandteil der Geschichte zu sein.
Zu Beginn des Buches lernen wir erstmal Michelle näher kennen. Michelle ist schlagfertig, klug und voller Stolz, gleichzeitig aber von massiven Existenzängsten geprägt. Ihre Gedanken kreisen ständig um Geld, Schulden und die Angst vor dem sozialen Absturz. Dieser Hintergrund steht im starken Kontrast zu ihrer Arbeit in einem Luxushotel. Dort erlebt sie täglich Menschen, für die Geld scheinbar keine Rolle spielt, während sie selbst jeden Euro zweimal umdrehen muss. Immer wieder schweifen ihre Gedanken zu dem Wunsch ab, finanziell frei zu sein und endlich keine Angst mehr haben zu müssen. Dadurch stellt sich unweigerlich die Frage, welche Rolle Henry dabei spielt. Hat sie in ihm einen Ausweg gefunden? Oder nutzt sie ihn vielleicht sogar aus? Noch lässt die Autorin alle Möglichkeiten offen, und genau das macht den Reiz dieser Geschichte aus.
Auch sprachlich überzeugt Ruth Maria Thomas erneut auf ganzer Linie. Ihre Sätze sind atmosphärisch, bildhaft und gleichzeitig unglaublich präzise. Trotz der ruhigen, literarischen Sprache entwickelt der Roman von Beginn an einen starken Sog, weil Spannung und Figurenzeichnung perfekt ineinandergreifen.
Nach dieser Leseprobe bin ich mehr als neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte.