Klassenunterschiede.
Ruth-Maria Thomas’ "Die zweitgrößte Liebe" hinterlässt einen tiefen, nachdenklichen Eindruck.
Mit sprachlicher Intensität blickt man direkt in das von Geldsorgen geprägte Leben der Protagonistin Michelle. Die Schilderung präziser Berechnungen von Alltagskosten und mühsamer Absicherung geht unter die Haut.
Thomas beweist ihr Talent für authentische Charakterstudien. Ihre Sprache transportiert die soziale Unsicherheit der Nachwendegeneration auf berührende Art. Es geht um Herkunft, Scham und unüberbrückbare gesellschaftliche Gräben.
Der poetische Ton zieht einen mitten in das Geschehen hinein. Die Ost-West-Dynamiken werden feinfühlig, ohne kitschige Klischees angerissen. Auch die unverkrampfte Darstellung weiblicher Lebensrealitäten blitzt bereits auf.
Nach diesem Vorgeschmack bleibt ein großes Bedürfnis zurück, Michelles weiteren Weg im Hotel zu verfolgen.
Ein literarisches Highlight, das dringenden Durst auf das fertige Buch macht. Ein moderner Gesellschaftsroman, der große Erwartungen schürt. Der erste Eindruck ist absolut fesselnd.
Mit sprachlicher Intensität blickt man direkt in das von Geldsorgen geprägte Leben der Protagonistin Michelle. Die Schilderung präziser Berechnungen von Alltagskosten und mühsamer Absicherung geht unter die Haut.
Thomas beweist ihr Talent für authentische Charakterstudien. Ihre Sprache transportiert die soziale Unsicherheit der Nachwendegeneration auf berührende Art. Es geht um Herkunft, Scham und unüberbrückbare gesellschaftliche Gräben.
Der poetische Ton zieht einen mitten in das Geschehen hinein. Die Ost-West-Dynamiken werden feinfühlig, ohne kitschige Klischees angerissen. Auch die unverkrampfte Darstellung weiblicher Lebensrealitäten blitzt bereits auf.
Nach diesem Vorgeschmack bleibt ein großes Bedürfnis zurück, Michelles weiteren Weg im Hotel zu verfolgen.
Ein literarisches Highlight, das dringenden Durst auf das fertige Buch macht. Ein moderner Gesellschaftsroman, der große Erwartungen schürt. Der erste Eindruck ist absolut fesselnd.