Gesellschaftliche Gräben
Michelle (33) ist Rezeptionistin in einem Hamburger Nobelhotel. Mit Henry, ebenfalls Anfang 30 und Sohn reicher Eltern, ist sie zusammengezogen. Beide sind verliebt. Doch eines Tages findet Henry sie nicht wie verabredet zu Hause. Sie ist aus seiner Wohnung verschwunden und es gibt einige besorgniserregende Hinweise, dass dies nicht mit rechten Dingen zugegangen sein könnte. Was ist geschehen? Und wie ist es dazu gekommen?
„Die zweitgrößte Liebe“ ist ein Roman von Ruth-Maria Thomas.
Erzählt wird die Geschichte in der personalen Perspektive aus der Sicht von Michelle. Der Roman besteht aus vielen kurzen Kapiteln, eingeleitet von einem Prolog. Die Handlung umspannt einen Zeitraum von rund zweieinhalb Jahren, wobei es immer wieder zeitliche und räumliche Sprünge gibt.
Anders als der Titel vermuten lässt, geht es um weitaus mehr als nur romantische Liebe. Der Roman handelt von Klassizismus, sozialer Herkunft, gesellschaftlichen Unterschieden, Selbstbestimmung und Selbstaufgabe sowie Privilegien. Vor allem aber stellt er die Frage, welche Art von Liebe die beste oder wichtigste ist: die für sich selbst oder andere. Auf einer übergeordneten Ebene leistet der Roman einen feministischen und gesellschaftskritischen Beitrag. Er regt zum Nachdenken an.
Auf den knapp 300 Seiten kommt die Geschichte gänzlich ohne Längen aus. Sie ist fesselnd, hält zugleich einige berührende Momente bereit.
Die Charaktere wirken glaubwürdig und in sich stimmig. Vor allem Protagonistin Michelle wird mit vielen psychologischen Details dargestellt. Ihre Gedanken und Gefühle werden sehr gut deutlich.
Der Schreibstil ist modern und ungekünstelt. Die Dialoge sind zum Teil frech, die Sprache manchmal etwas vulgär, aber nicht zu platt.
Das kunstvolle Covermotiv, ein Werk des Künstlers Lino Lago, weckt Aufmerksamkeit und hebt sich angenehm von der Masse ab. Der Titel erschließt sich nicht sofort, passt allerdings gut.
Mein Fazit:
Nach ihrem tollen Debütroman hat mich Ruth-Maria Thomas auch mit ihrem zweiten Roman überzeugt. „Die zweitgrößte Liebe“ ist eine unterhaltsame Lektüre mit Tiefgang, die mich emotional erreichen konnte. Definitiv empfehlenswert!
„Die zweitgrößte Liebe“ ist ein Roman von Ruth-Maria Thomas.
Erzählt wird die Geschichte in der personalen Perspektive aus der Sicht von Michelle. Der Roman besteht aus vielen kurzen Kapiteln, eingeleitet von einem Prolog. Die Handlung umspannt einen Zeitraum von rund zweieinhalb Jahren, wobei es immer wieder zeitliche und räumliche Sprünge gibt.
Anders als der Titel vermuten lässt, geht es um weitaus mehr als nur romantische Liebe. Der Roman handelt von Klassizismus, sozialer Herkunft, gesellschaftlichen Unterschieden, Selbstbestimmung und Selbstaufgabe sowie Privilegien. Vor allem aber stellt er die Frage, welche Art von Liebe die beste oder wichtigste ist: die für sich selbst oder andere. Auf einer übergeordneten Ebene leistet der Roman einen feministischen und gesellschaftskritischen Beitrag. Er regt zum Nachdenken an.
Auf den knapp 300 Seiten kommt die Geschichte gänzlich ohne Längen aus. Sie ist fesselnd, hält zugleich einige berührende Momente bereit.
Die Charaktere wirken glaubwürdig und in sich stimmig. Vor allem Protagonistin Michelle wird mit vielen psychologischen Details dargestellt. Ihre Gedanken und Gefühle werden sehr gut deutlich.
Der Schreibstil ist modern und ungekünstelt. Die Dialoge sind zum Teil frech, die Sprache manchmal etwas vulgär, aber nicht zu platt.
Das kunstvolle Covermotiv, ein Werk des Künstlers Lino Lago, weckt Aufmerksamkeit und hebt sich angenehm von der Masse ab. Der Titel erschließt sich nicht sofort, passt allerdings gut.
Mein Fazit:
Nach ihrem tollen Debütroman hat mich Ruth-Maria Thomas auch mit ihrem zweiten Roman überzeugt. „Die zweitgrößte Liebe“ ist eine unterhaltsame Lektüre mit Tiefgang, die mich emotional erreichen konnte. Definitiv empfehlenswert!